Die Horrorgeschichten sind so alt wie die Tradition selbst. In den USA, wo das sogenannte Trick or Treating schon lange üblich ist, gibt es immer wieder Berichte über Rasierklingen in Äpfeln oder Giftgemische in Bonbons. Doch auch in Deutschland kommt es zu Vorfällen – wie nun im thüringischen Leinefelde-Worbis.

Dort entdeckten Kinder Metallnadeln in ihren gesammelten Halloween-Süßigkeiten. Aktuell geht die Polizei davon aus, dass die Süßigkeiten mit Absicht präpariert wurden, wie sie in einer Mitteilung schreibt.

Weil die Kinder am Samstagabend im Stadtteil Wintzingerode an zahlreichen Haustüren klingelten, ließ sich bisher nicht nachvollziehen, woher die betroffenen Süßigkeiten genau stammten. Eltern in der Region sollten die Halloween-Ausbeute ihrer Kinder deshalb genau prüfen, bevor die Süßwaren gegessen werden, hieß es. Die Stadt Leinefelde-Worbis liegt im Kreis Eichsfeld.

In Rheinland-Pfalz berichtete die Polizei in der Nacht von einem ähnlichen Fund: In Appenheim im Landkreis Mainz-Bingen entdeckte ein Junge zwei winzige Magnete, die an einem Kaubonbon angebracht waren. Auch hier wird ermittelt.

Für den Einzelhandel lohnt es sich

In Deutschland hat der Rummel um Halloween nicht nur Freunde (mehr dazu hier ). Für den Einzelhandel (und möglicherweise auch die Zahnärzte) lohnt sich der Spaß jedoch. Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet in diesem Jahr mit Halloween-Umsätzen von 537 Millionen Euro. Die erwarteten Erlöse könnten um 3,3 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr – und das trotz der allgemein eher gedämpften Konsumstimmung im Land, teilte der Branchenverband mit (mehr hier).

Das überrasche durchaus und sei als positives Signal der Stabilität zu werten, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth: »Halloween löst im Einzelhandel alles andere als Furcht aus, denn das Gruselfest bleibt für viele Handelsunternehmen ein wichtiger Umsatzimpuls.«

Die Daten entnimmt der HDE einer Umfrage, die er beim Marktforschungsinstitut Köln in Auftrag gegeben hat. Den Angaben zufolge wurden mehr als 1000 Menschen zwischen 18 und 69 Jahren befragt.

Die meisten Befragten (51,2 Prozent) gaben an, zu Halloween Süßigkeiten kaufen zu wollen, gefolgt von Dekoartikeln (45,1 Prozent) und Kostümen (39,6 Prozent). Weitere Ausgaben für das Fest planen die Menschen demnach für andere Lebensmittel und Getränke, Schmuck, Schminke, Spielwaren und Haushaltsartikel.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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