Nach einem Gefahrgutunfall bei Krefeld hat die Feuerwehr ihre Warnungen für die Bevölkerung weitgehend aufgehoben. »Die akute Gefahr ist vorüber«, schrieben die Behörden in der Warn-App Nina. Allerdings könne in der Stadt weiterhin ein unangenehmer Geruch wahrnehmbar sein – dieser sei aber ungefährlich.

Es sei inzwischen gelungen, 13 Tonnen Salpetersäure aus dem umgestürzten Lastwagen in ein anderes Fahrzeug abzupumpen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Auch die etwa 10 Tonnen Salpetersäure, die durch ein Leck auf die Fahrbahn gelaufen waren, hätten die Einsatzkräfte mit einem Spezial-Saugwagen größtenteils aufnehmen können. Als Nächstes werde man versuchen, den Lastwagen mit einem Kran aufzurichten und von der Autobahn abzutransportieren.

Auswirkungen auf Zugverkehr bis ins Ruhrgebiet

Weil die Behörden wegen des Einsatzes auch eine Bahnstrecke gesperrt hatten, gab es seit der Nacht Umleitungen und Zugausfälle auf mehreren Linien. Die Auswirkungen reichten bis nach Düsseldorf und ins Ruhrgebiet. Betroffen waren die Linien RE 7 (Rheine-Wuppertal-Krefeld), RE 10 (Düsseldorf-Kleve), RE 42 (Mönchengladbach-Duisburg-Münster), RB 33 (Aachen-Essen), RB 35 (Gelsenkirchen-Mönchengladbach) und RB 37 (Krefeld-Neuss).

Bis alle Züge wieder nach Plan fahren, könne es noch einige Zeit dauern. Die Bahn empfahl allen Reisenden deshalb: »Bitte achten Sie vermehrt auf die Informationen vor Ort und prüfen Sie den Zuglauf in der Onlinereiseauskunft.«

Der Unfall auf der Autobahn 57 ereignete sich in der Nacht zum Freitag gegen 3.00 Uhr. Der genaue Ablauf war für die Ermittler zunächst unklar. Jedenfalls sei der Lastwagen in der Autobahnauffahrt Krefeld-Zentrum verunglückt und auf der Seite liegen gebliebene, teilte die Feuerwehr mit. Der Fahrer kam verletzt ins Krankenhaus. Ob er durch die Wucht des Unfalls oder durch die Salpetersäure verletzt wurde, war zunächst nicht bekannt.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

At a glance

Topic
World
Country
🇩🇪 DE
Publisher language
DE
Added to Allnira