Der Mann war im Juni 2024 festgenommen worden. Seitdem durfte er weder Besuch empfangen noch Kontakt zu seiner Familie aufnehmen, sagte ein Angehöriger der Nachrichtenagentur dpa. Die Familie sei inzwischen über seinen Tod informiert worden und solle den Leichnam entgegennehmen. Die genauen Todesumstände sind bislang unklar.
UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk bezeichnete den Tod seines Mitarbeiters als »absolut verheerend« und sprach der Familie sein Mitgefühl aus. Zugleich forderte er eine unabhängige Untersuchung der Todesumstände. Türk äußerte zudem seine Besorgnis über das Schicksal weiterer UN-Beschäftigter, die sich in der Gewalt der Rebellen befinden. Allein sieben von ihnen arbeiteten für sein Büro.
Konflikt im Jemen erneut eskaliert
Laut einem Regierungsvertreter befinden sich noch mehr als 70 Uno-Mitarbeiter in der Gewalt der Huthi-Milizen. Die Rebellen begründen die Festnahmen üblicherweise damit, dass die Betroffenen für die USA oder Israel spioniert hätten.
Der Bürgerkrieg im Jemen begann im Jahr 2014, als die von Iran unterstützten Huthis die Hauptstadt Sanaa und weite Teile des Nordens eroberten. Im Jahr darauf begann Saudi-Arabien gemeinsam mit Verbündeten, Stellungen der Rebellen aus der Luft anzugreifen.
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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