Horst Eckert mit seinen Schöpfungen (2009): »Du wirst fehlen, Janosch!« Horst Eckert mit seinen Schöpfungen (2009): »Du wirst fehlen, Janosch!«

Horst Eckert mit seinen Schöpfungen (2009): »Du wirst fehlen, Janosch!«

Foto:

Jörg Carstensen / dpa

Prominente aus Politik, Kultur und Medien zeigen sich betroffen vom Tod des Kinderbuchautors Janosch. Ohne ihn sei die Welt ein Stück ärmer, teilte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit: »Janosch war und ist für ungezählte Kinder, für ungezählte Erwachsene, die mit Kindern leben, und für alle, die nicht verlernt haben, zu staunen und sich zu wundern, ein Lebensbegleiter wie nur wenige andere Autoren und Zeichner.«

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Instagram, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Externen Inhalt anzeigen

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Das Staatsoberhaupt berichtete , dass er den berühmten Klassiker »Oh, wie schön ist Panama« des Autors auch schon im Dienstgepäck dabeihatte: »Als ich zu meinem ersten offiziellen Besuch nach Panama aufbrach, durfte Janoschs Buch im Reisegepäck natürlich nicht fehlen.« Mit dem 1978 erschienenen Buch gelang Janosch der schriftstellerische Durchbruch. Es wurde mehr als eine Million Mal verkauft. »Wir alle kennen die Geschichte davon, wie sich der Bär und der Tiger aufmachten in ihr ganz eigenes, wunderschönes Panama, angeregt nur durch den Duft einer alten Bananenkiste«, erklärte Steinmeier. »Die Reise der beiden hat so viele Menschen bezaubert, dass sie durch einen wirklichen Besuch kaum zu übertreffen ist.«

Der Komiker Otto Waalkes veröffentlichte auf Instagram eine Zeichnung von einem Ottifanten und einer Tigerente, die sich küssen und schrieb dazu: »Mach's gut, Janosch...«

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Instagram, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Externen Inhalt anzeigen

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Kinderbuchautorin Kirsten Boie erinnerte sich daran, wie sie ihren Kindern die Geschichte vom kleinen Bären und kleinen Tiger vorlas. »Aber eigentlich musste ich gar nicht mehr vorlesen, eigentlich konnten sie den Text längst auswendig nachsprechen. Du wirst fehlen, Janosch!«, teilte sie der Katholischen Nachrichten-Agentur mit. Horst Eckert, alias Janosch, war am Dienstag im Alter von 95 Jahren gestorben. Das bestätigte sein Verlag Beltz am Mittwoch: »Janosch ist nach einem kreativen Leben friedlich eingeschlafen«, so die Verlagspressestelle.

Zu Janoschs Werk zählen einige der bekanntesten deutschsprachigen Kinderbücher. Zudem ist er der Schöpfer der »Tigerente«. Auch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer zeigte sich betroffen: »Mit Horst Eckert verlieren wir alle auch ein Stück Kindheitsgeschichte.«

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Externen Inhalt anzeigen

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Die Co-Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Britta Haßelmann, kommentierte auf Instagram: »Wie oft hab ich die wunderschönen Geschichten des kleinen Tigers und des kleinen Bären, die nach Panama reisen, gelesen und vorlesen dürfen …« Ihre Parteikollegin Katrin Göring-Eckardt schrieb auf X , Janosch habe gezeigt, »dass man auch ganz anders auf die Dinge gucken kann«.

Der frühere Moderator des »Tigerenten Clubs«, Malte Arkona schrieb auf Instagram: »RIP, lieber Janosch. Und: DANKE.« Der Comiczeichner Felix Görmann, alias Flix, äußerte sich ebenfalls auf Instagram: »Ganz Panama ist traurig.« »Zeit«-Redakteur Tillmann Prüfer teilte der KNA mit: »Mit Janosch verlieren wir den wertvollsten Nichtsnutz, den man sich vorstellen kann.« Prüfer betreute sechs Jahre lang Janoschs »Wondrak«-Kolumne im »Zeit Magazin«.

Über 150 Bücher stammen aus Janoschs Feder, darunter auch Romane für Erwachsene. Sie wurden zum Teil in rund 30 Sprachen übersetzt. Zuletzt lebte der vielfach ausgezeichnete Autor ein abgeschiedenes Leben mit seiner Frau auf der spanischen Insel Teneriffa. Lesen Sie hier  einen Nachruf auf Janosch und sehen Sie seine mutmaßlich letzte Zeichnung.

feb/KNA

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

At a glance

Topic
World
Country
🇩🇪 DE
Publisher language
DE
Added to Allnira