Wer Smart Glasses trägt, verletzt schnell die Rechte anderer, begeht unter Umständen sogar Straftaten. Wir klären, welche Regeln für KI-Brillen gelten.
(Bild: Melissa Ramson / Martina Bruns / heise medien)
26.10.2026, 07:00 Uhr
Lesezeit: 16 Min.
Von
- Dr. Thomas Schwenke
-
Smart Glasses: Wann Kamerabrillen verboten sind und wie Betroffene sich wehren
- Getarnte Telekommunikationsanlagen
- Rechte und Gesetze: Was erlaubt ist
- Was Betroffene tun können
- Fazit
Meta bläst wegen seiner Smart Glasses strammer juristischer Wind entgegen, besonders in Europa. Der in Deutschland für den Konzern zuständige Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI) Thomas Fuchs vertrat jüngst in einem Prüfbericht die Ansicht, dass die Geräte aus seiner Sicht nur schwer DSGVO-konform zu nutzen sind. Die Organisation HateAid spricht vom „Big Brother auf Deiner Nase“. Sie hält sogar den Vertrieb der Meta Glasses für rechtswidrig und hat medienwirksam Strafanzeige gegen Meta, Ray-Ban, Oakley und mehrere Optiker-Ketten gestellt.
Wichtig zunächst: Der Begriff „Smart Glasses“ bezeichnet weder technisch noch gesetzlich einen einheitlich definierten Gerätetyp. Im Wesentlichen handelt es sich um Computergeräte, die in ein Brillengestell integriert oder daran befestigt sind. Für die rechtliche Bewertung kommt es daher weniger auf die Bezeichnung an als auf die Sensoren und Funktionen des jeweiligen Geräts: Kameras, Mikrofone, Ohrhörer und Displays.
Je populärer die Smart Glasses werden, desto konkreter stellen sich im Alltag rechtliche Fragen: Wann sind Bild- und Tonaufnahmen zulässig, und welche Rechte haben Menschen, die ins Blickfeld der Kamera geraten? Dieser Artikel erklärt, unter welchen Umständen Smart Glasses verboten sind, welche Regeln für ihre Nutzung gelten und wie sich Betroffene gegen unerwünschte Aufnahmen oder dauerhaften Überwachungsdruck wehren können.
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Source: Heise · Dr. Thomas Schwenke
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