Verbraucherschützer fordern Nachbesserungen bei der EUDI-Wallet-App „d-you“. Im c't-Interview stellt sich Projektleiter Torsten Lodderstedt der Kritik.
Die EUDI-Wallet-App der Bundesregierung soll am 2. Januar 2027 unter dem Namen d-you starten. Später sollen Unternehmen eigene EUDI-Wallet-Apps vom Bund zertifizieren lassen können.
(Bild: BMDS / Bearbeitung heise medien)
28.10.2026, 12:00 Uhr
Lesezeit: 12 Min.
- Interview: Warum die EUDI-Wallet-App auch ohne Pseudonym-Funktion starten soll
- Signierte Daten und Sicherheitsprüfungen
- Digitale Souveränität und Open Source
Schon mehrfach ist die Bundesregierung daran gescheitert, einen digitalen Ausweis aufs Handy zu bringen. Mit der EUDI-Wallet-App d-you soll das nun endlich gelingen. Und nicht nur das: Auch mit weiteren Nachweisen wie einem digitalen Führerschein soll d-you die Digitalisierung beschleunigen und Nutzern ermöglichen, den Geldbeutel zu Hause zu lassen. Doch der Bundesverband der Verbraucherzentralen und weitere Experten sehen Datenschutzrisiken, sie vermissen etwa eine Funktion zur pseudonymen Nutzung der Wallet und warnen vor überzogenen Datenabfragen durch Unternehmen.
Im c’t-Interview reagiert nun der Projektleiter der staatlichen deutschen EUDI-Wallet-App, Torsten Lodderstedt, auf die Kritikpunkte. Außerdem gibt er einen Ausblick auf konkrete Anwendungsfälle und erklärt den Ablauf der Sicherheitstests sowie seine Open-Source-Strategie.
c’t: Herr Lodderstedt, Ihr Chef, Digitalminister Karsten Wildberger, hat in einer Talkshow ein exaktes Startdatum für die von Ihnen entwickelte EUDI-Wallet-App „d-you“ verkündet: den 2. Januar 2027. Sie können sich eine Verzögerung also schlecht erlauben. Wie sauer sind Sie auf den Minister?
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Source: Heise · Christian Wölbert
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