Wenn hochmoderne autonome Luxustechnik im Garten niemanden mehr beeindruckt, ist die Stunde für revolutionäre retrofuturistische Dienstleistungen gekommen.
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vorlesen Druckansicht(Bild: Peter Schmitz / KI / heise medien)
23.10.2026, 10:00 Uhr
Lesezeit: 19 Min.
Von
- Christian Endres
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c’t-Story: Der menschliche Mähroboter
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Der kleine Junge starrt mich durch den Maschendrahtzaun an, als sei ich geradewegs einem Raumschiff entstiegen. Ich nehme einen mit Alufolie überzogenen Handschuh vom Griff meines altmodischen, silberfarben lackierten Benzinrasenmähers, den ich vor mir herschiebe, und winke dem Knirps. Der Junge zögert kurz, grinst dann aber breit, winkt fröhlich zurück und sieht mir eine Weile zu, wie ich meine Bahnen ziehe.
Sein Interesse gilt dabei wohl weniger meiner Arbeit als vielmehr meiner Erscheinung. Das retrofuturistische Roboteroutfit ist komplett selbstgebastelt: Mithilfe zahlreicher Tutorialvideos von Steampunk-Cosplayern habe ich Schläuche, Kabel, Ventile, Muttern und Lüfter auf einen silbergrauen Overall appliziert. Mein Halbschalenhelm, der kaputte, jedoch eindrucksvolle VR-Visor und die Stiefel stammen aus Online-Kleinanzeigen oder vom Trödelmarkt, sind ebenfalls modifiziert und umlackiert.
Ich bin der menschliche Mähroboter – ein echter Hingucker in jedem Garten, auf jedem Grundstück.
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Source: Heise · Christian Endres
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