Stand: 25.10.2026 • 16:09 Uhr
Der Brexit hat Großbritannien mehr Schaden als Nutzen gebracht - so sieht es zumindest der neue Premier Burnham. Jetzt zeigt er sich einmal mehr offen für eine Wiederannäherung an die EU - allerdings in Grenzen.
Der britische Premierminister Andy Burnham ist offen für eine Debatte über eine Rückkehr Großbritanniens zu den Freizügigkeitsregeln der Europäischen Union. "Ich denke, wir müssen darüber sehr sachlich und auf der Grundlage von Fakten diskutieren", sagte er im Interview mit der Sunday Times.
Seit dem Brexit habe sich die Einwanderung nach Großbritannien verändert. Inzwischen zögen viele Ausländer dauerhaft ins Land. "Die Zusammensetzung der Zuwanderung hat sich seit damals verändert, oder? Ich denke, wir müssen darüber einfach offen und ehrlich diskutieren“, so Burnham.
Weniger gesprächsbereit ist der britische Premier dagegen bei anderen EU-Themen, etwa bei der Einführung des Euros oder beim Beitritt Großbritanniens zum Schengen-Raum: Das werde er dem Parlament nicht empfehlen.
Nächstes Treffen mit EU Ende November
Burnham hatte zuletzt mehrfach deutlich gemacht, dass es dem Vereinigten Königreich durch den Brexit schlechter gehe als vor dem EU-Austritt. Am 20. November ist in Brüssel das nächste Gipfeltreffen der britischen Regierung mit der EU geplant. Dabei sollen eine Reihe von bereits geplanten Abkommen vorangebracht werden, darunter etwa Vereinbarungen zum Handel mit Lebensmitteln und Getränken sowie zum Emissionshandel. Auch im Bereich der Migration will Großbritannien die Zusammenarbeit vertiefen.
Source: Tagesschau · tagesschau.de
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