Eine Initiative von Jugendlichen und jungen Erwachsenen will in mehr als 20 deutschen Städten friedlich auf die Straße gehen. Es geht um Klimaschutz, Bildung und den Wehrdienst.
21.10.2026, 18.04 Uhr
Demonstration gegen Krieg und Wehrdienst (am 2. Oktober in Berlin)
Foto: Christian Ditsch / epd / IMAGOAuch in Deutschland wollen junge Menschen demnächst auf die Straße gehen, um für ihre Anliegen zu protestieren. Für den 31. Oktober hat ein Bündnis namens »Gen Z regelt« zu landesweiten Protesten aufgerufen. Unter anderem soll es Demonstrationen in Berlin, Hamburg, München und Köln geben.
Die Initiative fordert nach eigenen Angaben unter anderem mehr Investitionen in Bildung, Gesundheit und Klimaschutz und engagiert sich gegen eine mögliche Wehrpflicht. Außerdem will sie, dass junge Menschen bei politischen Entscheidungen stärker einbezogen werden. In einem Aufruf verweist das Bündnis auf die Jugendproteste in anderen europäischen Ländern, darunter Frankreich und Spanien. Dort kommt es teils auch zu Ausschreitungen. »Gen Z regelt« lehnt Gewalt nach eigenen Angaben ausdrücklich ab.
Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, es gebe »eine gewaltbereite, extremistische Szene, die solche Proteste nutzt«. Die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern würden »die Entwicklung aufmerksam beobachten und sich da auch eng austauschen.«
Wie viele Menschen an den Demonstrationen teilnehmen werden, ist noch unklar. Laut der Website der Initiative haben sich mehr als 10.000 Menschen in 21 Städten vorab registriert.
esw/AFP/dpa
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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