Zwei Getränkehersteller in China beenden mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit dem französischen Fußballstar Kylian Mbappé. Beide Firmen gaben in ihren Mitteilungen an, keine Toleranz für Verhalten zu haben, das die Gefühle des chinesischen Volkes verletze. Nähere Angaben, wie sich Mbappé falsch verhalten haben soll, machten die Unternehmen allerdings nicht.
Online kursierten zuvor Aussagen des Fußballstars aus dem Interview eines Podcasts. Darin wurde er nach seinem Lieblings-Meme mit ihm selbst gefragt. Memes sind etwa Fotomontagen, die sich online schnell verbreiten. Als Antwort nannte Mbappé ein Meme mit einem »Typen«, von dem er glaube, dass es ein »chinesischer Diktator« gewesen sei, auf dem sein Gesicht montiert sei. Das bringe ihn am meisten zum Lachen, sagte der Weltmeister von 2018.
Zensur in China
Tatsächlich kursieren online etwaige Memes mit Mbappés Gesicht, die ursprünglich auf ein Bild des chinesischen Revolutionsführers Mao Zedong zurückgehen. Mao genießt als Mitbegründer der Volksrepublik hohes Ansehen in China. Diskussionen über die Verbrechen Maos sind dort bis heute tabu.
Kritische Inhalte zu Chinas politischen Führungspersönlichkeiten werden in der Volksrepublik online in der Regel scharf zensiert, so auch in diesem Fall.
Auf der chinesischen Plattform Weibo entwickelte sich das Ende der Partnerschaft von Mbappé und Dongpeng zu einem der meistdiskutierten Themen.
Source: Der Spiegel · Nina Golombek
At a glance
- Topic
- Sports
- Country
- 🇩🇪 DE
- Publisher language
- DE
- Added to Allnira