Der FC Augsburg plant im Zweitrundenspiel des DFB-Pokals mit Juma Bah und hofft auf einen Jetzt-erst-recht-Auftritt seines Abwehrspielers nach rassistischen Beleidigungen vom Wochenende.

Trainer Manuel Baum kündigte ein Gespräch mit dem 20-Jährigen an, um herausfinden, ob ihn der Vorfall »sogar pushen kann, weil er sagt: Sensationell, wie wir hier damit umgehen und ich fühle mich da mega-wohl und das gibt mir einfach Sicherheit für alles, was ich hier mache«.

Bah hatte in der Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Union Berlin (1:1) die Rote Karte gesehen und war danach im Internet rassistisch beleidigt und sogar mit dem Tod bedroht worden, wie der FCA öffentlich machte. Der Club sicherte dem von Manchester City ausgeliehenen Verteidiger in einem Statement  seine volle Unterstützung zu.

Er sei davon überzeugt, dass man die Täter nicht einfach der Anonymität des Internets überlassen dürfte, sagte Geschäftsführer Michael Ströll gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. 

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Bahs Reaktion auf Vereinsstatement bestärkt Trainer

Baum lobte die Reaktion des Vereins als »echt bemerkenswert« und »wirklich herausragend«. Am Sonntag sei der Vorfall auch im Team noch mal zur Sprache gekommen.

Spieler, Trainer und Sportchef Benni Weber hätten darüber geredet, dass man bei solchen Themen nie wegschauen und immer zusammenhalten werde. Bahs Reaktion bestärke den Coach. »Er war mit einem Lächeln im Gesicht in der Kabine gesessen, weil er halt merkt, wie der Verein, wie wir uns dagegenstellen und dass wir da einfach alle zusammenhalten«, sagte Baum.

Nach dem Platzverweis gegen Union ist Bah zwar in der Bundesliga gesperrt, kann im Pokal am Dienstag beim Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach (18.00 Uhr, TV: Sky) aber spielen.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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