Ein Zweikampf zwischen Lewis Hamilton und Charles Leclerc hat Ferrari beim Großen Preis von Mexiko möglicherweise den Sieg gekostet. Rekordweltmeister Hamilton wurde nach dem Rennen deutlich.

02.11.2026, 12.47 Uhr

Lewis Hamilton über Teamkollege Charles Leclerc: »Ich glaube, es ist eine Frage der Mentalität« Lewis Hamilton über Teamkollege Charles Leclerc: »Ich glaube, es ist eine Frage der Mentalität«

Lewis Hamilton über Teamkollege Charles Leclerc: »Ich glaube, es ist eine Frage der Mentalität«

Foto: Jumeau Alexis / ABACAPRESS / IMAGO

Formel-1-Fahrer Lewis Hamilton hat eine Attacke seines Ferrari-Kollegen Charles Leclerc scharf kritisiert. »Ich bin echt sauer. Wir haben wertvolle Punkte verloren. Wir hätten locker einen Doppelsieg einfahren können«, sagte Hamilton nach dem Großen Preis von Mexiko-Stadt. »Aber wenn dein Teamkollege gegen dich arbeitet und du dann so Positionen verlierst, ist das definitiv hart.«

Was war passiert?

Hamilton hatte erstmals im Ferrari die Pole-Position für das Rennen geholt, Leclerc startete von Rang drei. Beim Start schob Leclerc sich an Position zwei, auch Max Verstappen kam gut weg und fuhr von Platz fünf auf den dritten Rang. In der vierten Kurve attackierte Leclerc den in Führung liegenden Hamilton, Hamilton bremste zu hart, rutschte raus und wurde von Verstappen überholt. Leclerc kürzte dagegen ab und kam als Erster zurück auf die Strecke. Er wurde dafür mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belegt. Die konnte Hamilton aber nicht besänftigen, er beschwerte sich über den Funk mehrfach über Leclerc.

Hamilton, der 2025 zu Ferrari wechselte, haderte in dieser Saison mit Strategien und dem Verhalten des Teams. Schon nach den Rennen in Monza und Zandvoort hatte er sich massiv beschwert.

Lewis Hamilton, Charles Leclerc: Streit zwischen den Teamkollegen

Lewis Hamilton, Charles Leclerc: Streit zwischen den Teamkollegen

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»Der Kerl ist 29 Jahre alt, also glaube ich nicht, dass es am Alter liegt. Ich glaube, es ist eine Frage der Mentalität«, sagte Hamilton nun in Mexiko-Stadt über Leclerc. Der siebenmalige Weltmeister kündigte ein klärendes Vieraugengespräch an. »Wir haben keine Absprachen für die Zusammenarbeit, und ob das von Charles' Seite aus etwas ändern wird, weiß ich nicht«, sagte er. »Aber es muss sich auf jeden Fall etwas ändern.«

Leclerc widerspricht Hamilton

Leclerc beurteilte die Situation anders. »Ich könnte mich natürlich auch darüber ärgern, wie sehr er mich in Kurve eins von der Strecke gedrängt hat. Für mich war er auch am absoluten Limit«, sagte er. »Letztlich haben wir beide in Kurve vier einen Fehler gemacht. Aber ich denke, so ist das eben im Rennsport. Wenn man um den Sieg kämpft, gehört das einfach dazu.«

Hamilton wurde am Ende Zweiter hinter Sieger Max Verstappen. Leclerc verbremste sich bei einem Restart und verpasste als Vierter das Podest. Bei dem Rennen krönte sich Kimi Antonelli zum jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte (Hier lesen Sie mehr über den Überflieger ).

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Teamchef Frédéric Vasseur ärgerte sich im Anschluss hauptsächlich über den verpassten Sieg. »Wenn man in Kurve vier auf Platz eins oder zwei liegt, kommt einem gar nicht in den Sinn, dass man das Rennen nicht gewinnen könnte«, sagte er. »Wir haben es geschafft, einen Sieg wegzuwerfen. Das ist sehr frustrierend für die 2000 Menschen, die an diesem Projekt arbeiten.« Er warf beiden Fahrern mangelnden Respekt gegenüber dem Rennstall vor. »Natürlich werde ich mit ihnen sprechen müssen«, sagte Vasseur.

ast/dpa

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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