Nach dem SPIEGEL-Bericht über die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp und deren Angst vor Hamas-Sympathisanten hat Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) Grüne und SPD zum Abbruch der Koalitionsverhandlungen mit der Linkspartei aufgerufen.
»Wer in den eigenen Reihen die Zusammenarbeit mit Hamas-Sympathisanten duldet, kann nicht glaubwürdig Verantwortung für die Sicherheit von Millionen Berlinern übernehmen«, sagte Frei dem »Kölner Stadt-Anzeiger«. »SPD und Grüne müssen die Notbremse ziehen: Mit dieser Berliner Linken darf es keine Regierungskoalition geben«, forderte er.
Zuvor war bekannt geworden, dass Eralp, die Regierende Bürgermeisterin von Berlin werden will, die Sicherheit ihrer Familie in Gefahr sieht, wenn sie sich explizit zu einem bekannten Palästina-Aktivisten äußert . Ihre Aussagen stammen einem internen Vermerk Eralps, wonach ihr Ehemann und sie »Angst vor diesen Leuten« hätten. Die Äußerung bezog sich auf den Hamas-Sympathisanten Ibrahim Ibrahim.
»Niemand darf Angst um sich und seine Familie haben müssen, das gilt selbstverständlich auch für Frau Eralp«, sagte Frei zu den Vorgängen. »Umso erschütternder ist, dass Teile ihrer eigenen Partei mit genau jenem extremistischen Milieu gemeinsame Sache machen, vor dem sie sich fürchtet.«
Die Bundesvorsitzende der Grünen, Franziska Brantner, äußerte Verständnis für Eralps Aussagen. »Ich finde es sehr nachvollziehbar, dass Elif Eralp Angst hat«, sagte sie dem »»Kölner Stadt-Anzeiger«. Wer von Extremisten und Organisierter Kriminalität bedroht wird, brauche unser Mitgefühl und müsse vor allem geschützt werden.
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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