Russische Mannschaften dürfen an Veranstaltungen des internationalen Eishockeyverbands (IIHF) teilnehmen. Das hat der Internationale Sportgerichtshof (Cas) entschieden. Der Cas hob damit eine Entscheidung des Weltverbands auf, Russland von Veranstaltungen in der Saison 2026/2027 auszuschließen.

Darunter fallen auch die Weltmeisterschaften der Männer und der Frauen. Ausrichter für die Männer-WM im kommenden Jahr ist Deutschland. Auch an der Frauen-WM im November 2027 in Kanada sowie an Junioren- und U18-Weltmeisterschaften darf Russland teilnehmen. Der Cas begründete seine Entscheidung damit, dass nicht genügend Beweise vorlägen, die die Sicherheitsbedenken der IIHF stützen würden.

Die IIHF zeigte sich enttäuscht über das Urteil und erklärte, sie bleibe bei der Auffassung, dass die Entscheidung notwendig war, um die Sicherheit aller Teilnehmer zu schützen und die Integrität ihrer Wettbewerbe zu wahren. »Die IIHF respektiert die Autorität des Cas und wird entsprechend seinem Urteil handeln, doch das Ergebnis beseitigt nicht die Bedenken, die ihren Einschätzungen zugrunde lagen.«

Der Deutsche Eishockey-Bund reagierte mit heftiger Kritik auf die Wiederzulassung: »Unsere Position ist unverändert: Wir lehnen die Rückkehr russischer Nationalmannschaften zu internationalen Eishockeyturnieren ab«, ließ sich der Vorstandsvorsitzende Frank H. Lutz zitieren.

Das Urteil verändere die Ausgangslage für die WM 2027 in Deutschland grundlegend. »Eine Zulassung Russlands hat für uns als Gastgeber erhebliche sicherheitsrelevante, politische und wirtschaftliche Folgen. Wir werten das Urteil jetzt gemeinsam mit der IIHF aus und informieren über die nächsten Schritte«, sagte Lutz.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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