Laden statt tanken: Die Nachfrage nach der Kaufprämie für Elektro- und Hybridautos ist groß. Trotzdem ist laut Bundesumweltminister Carsten Schneider auch für 2027 noch genug Geld vorhanden. »Wer sich jetzt für die Anschaffung eines batterieelektrischen Fahrzeugs entscheidet und die Fördervoraussetzungen erfüllt, muss sich auch mit Blick auf das kommende Jahr keine Sorgen machen«, sagte der SPD-Politiker der Zeitschrift »Auto Motor und Sport« .

Die Fördermittel in Höhe von insgesamt drei Milliarden Euro reichen nach früheren Regierungsangaben für geschätzt 800.000 geförderte Fahrzeuge und sind grundsätzlich für den Zeitraum von 2026 bis 2029 gedacht. Anfang Oktober hieß es, der Bund habe bereits 100.000 Anträge bewilligt. Bis zu 6000 Euro Zuschuss vom Staat sind möglich. Besonders Elektrofahrzeuge sind derzeit so beliebt wie nie – wahrscheinlich auch eine Folge steigender Spritpreise. (Mehr dazu lesen Sie hier.)

Anteil chinesischer Fahrzeuge zwischen 9 und 17 Prozent

»Sobald sich abzeichnet, wann die verfügbaren Fördermittel voraussichtlich ausgeschöpft sein werden, werden wir darüber frühzeitig informieren«, versicherte Schneider. »Denn die Leute sollen bereits bei ihrer Kaufentscheidung ausreichend Planungssicherheit haben und sich darauf einstellen können, ob sie für ihr Fahrzeug noch eine Förderung erhalten können.«

Eine Einschränkung der Kaufprämie für Elektroautos aus chinesischer Produktion soll es demnach vorerst nicht geben. »Kurzfristige Änderungen am Förderprogramm sind derzeit nicht vorgesehen«, sagte Schneider. »Worauf wir uns in der Koalition bereits verständigt haben, ist die Einführung europäischer Wertschöpfungskriterien. Sobald die Bundesregierung entsprechende europarechtskonforme Regelungen erarbeitet hat, werden wir diese in unser laufendes Förderprogramm integrieren.« Aussagen, wann das sein könnte, machte Schneider nicht.

Die Nachfrage nach chinesischen Autos ist zuletzt deutlich gestiegen. Die EU hat im Oktober die Importe von Plug-in-Hybriden aus China auf 350.000 begrenzt. Die Regelung soll ab Dezember gelten. Zudem gibt es Sonderzölle auf Elektroautos aus China, um die heimische Industrie zu schützen.

»Dass sich mehr Menschen als früher für chinesische Fahrzeuge entscheiden, ist ein weltweiter Trend«, erklärte Schneider. Er sei optimistisch, dass der Marktanteil chinesischer Hersteller begrenzt bleibe. Bei den geförderten Fahrzeugen liege er derzeit zwischen 9 und 17 Prozent, je nachdem, ob man Gemeinschaftsunternehmen als chinesisch werte oder nicht.

Deutsches oder chinesisches E-Auto: Hier lesen Sie, welches jetzt Vorsprung durch Technik hat.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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