Er stand in Dresden vor Gericht, weil er an Angriffen auf Neonazis beteiligt gewesen sein soll. Nun ist Henry A. gestorben, er hat Suizid begangen.
27.10.2026, 10.07 Uhr
Oberlandesgericht Dresden
Foto: Sebastian Kahnert / dpaHenry A., Einer der Angeklagten im sogenannten Antifa-Ost-Komplex, ist tot. Das bestätigte sein Anwalt Felix Isensee. Der Mann war wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung sowie wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Zuerst hatten MDR und »taz« berichtet.
Der 38-Jährige aus Leipzig starb laut Isensee in der Nacht zu Samstag oder am Samstagmorgen nach längerem Koma in einem Krankenhaus. Vorangegangen war ein Suizidversuch.
Der 38-Jährige war zunächst einer von sieben Angeklagten in dem seit November 2025 laufenden Prozess wegen mehrerer Angriffe auf Personen, die die Angeklagten als Neonazis eingestuft haben sollen. Die Beschuldigten sollen zu der linksextremistischen Gruppierung um Lina E. gehört haben, die bereits in einem vorherigen Prozess verurteilt worden ist.
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Das Oberlandesgericht Dresden hatte Anfang September beschlossen, das Verfahren gegen den Mann abzutrennen. Der Mann sei nicht verhandlungs- und reisefähig, hatte das Gericht damals mitgeteilt.
Auf den Prozess gegen die restlichen sechs Angeklagten hat der Todesfall wegen der vorherigen Abtrennung des Verfahrens keine weiteren Auswirkungen, wie eine Sprecherin des OLG sagte.
Lesen Sie hier: Was ist die »Antifa-Ost«?
bbr/dpa
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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