Der bekennende Käfigkampf-Fan Donald Trump möchte Sportveranstalter Dana White zu seinem Pressesprecher machen: »Bitte nimm den Job an!« Der UFC-Chef spielt schon mal mit der Idee.

08.11.2026, 12.19 Uhr

Donald Trump und Dana White in Las Vegas (im August): »Auf zum nächsten Kapitel« Donald Trump und Dana White in Las Vegas (im August): »Auf zum nächsten Kapitel«

Donald Trump und Dana White in Las Vegas (im August): »Auf zum nächsten Kapitel«

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Mark Schiefelbein / AP

US-Präsident Donald Trump hat den Chef der Ultimate Fighting Championship (UFC), Dana White, als nächsten Sprecher des Weißen Hauses ins Gespräch gebracht. Er habe White den Job angeboten, schrieb Trump in einem Beitrag auf seiner Onlineplattform Truth Social . »Dana, bitte nimm den Job an!«

Zunächst blieb unklar, ob es ein ernst gemeintes Jobangebot an White ist oder Teil einer Kampagne des Präsidenten gegen die Demokratische Partei, die bei den Midterms einen erdrutschartigen Sieg gegen Trumps Republikaner erzielt hatte.

Trump schrieb auch, er habe White gebeten, sechs Kämpfer der von ihm geführten Kampfsport-Liga UFC als »Assistenten« mitzubringen, »obwohl einige nicht aus unserem Land sind«. Zwei der genannten Kämpfer sind Russen, einer ist Brasilianer. Man brauche diese Leute zum Schutz vor den »wahnsinnigen Linken«, so Trump.

Später am Abend berichtete CNN , dass White die »unorthodoxe Idee« abgelehnt habe. Der Sender berief sich dabei auf eine namentlich nicht genannte Person.

Was White selbst zu dem Angebot sagt

White war am Samstag in London. Nach einer Boxveranstaltung wurde er am Abend auf das Jobangebot angesprochen. White erklärte, er werde nach Washington fliegen und sich am Montag mit Trump treffen. »Danach werde ich mehr dazu sagen können.«

Zuvor veröffentlichte der UFC-Chef ein – möglicherweise KI-generiertes – Foto in seinen Instagramstories, das ihn hinter dem Rednerpult im Presseraum des Weißen Hauses zeigte. In der Bildunterschrift hieß es: »On to the next chapter«, übersetzt also: Auf zum nächsten Kapitel. Wie ernst White das meinte, ist unklar.

Der Sprecherposten im Weißen Haus ist schon seit Wochen unbesetzt. Die im Oktober eingesetzte Katie Zacharia gab das Amt nach nur wenigen Tagen auf (mehr dazu hier ).

White ist bekannt als ein Freund drastischer Sprache. In Interviews, Podcasts und Pressekonferenzen nutzt er häufig auch vulgäre Schimpfwörter. White verfügt über beste Beziehungen zum US-Präsidenten, trat in der Vergangenheit bei zahlreichen Wahlkampfveranstaltungen auf und lädt den überzeugten UFC-Fan Trump regelmäßig zu großen Kampfsportevents ein.

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Die UFC ist der größte Veranstalter von Mixed-Martial-Arts-Kämpfen der Welt. Die Grundidee: Experten im Ju-Jutsu, Karate oder Kung-Fu messen sich mit ausgebildeten Ringern, Judoka oder Thaiboxern. Sie schlagen, treten, werfen und würgen einander, bis einer nicht mehr kann. Fäuste kommen ebenso zum Einsatz wie Ellbogen, Knie und alles andere, womit man dem Gegner wehtun kann.

Lesen Sie hier  das SPIEGEL-Porträt von Dana White – und wie er mithilfe von Trump das Profiboxen grundsätzlich reformieren möchte.

msh/aar/Reuters/dpa/AFP

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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