Der FC Schalke 04 ist im DFB-Pokal ein weiteres Mal in Dresden gescheitert. Wie vor zwölf Jahren unterlagen die Königsblauen frühzeitig im Wettbewerb bei Dynamo, diesmal in der zweiten Hauptrunde. Die Sachsen setzten sich mit 2:0 (0:0) durch und stehen dank Toren von Patrice Covic (54. Minute) und Christoph Daferner (88.) im Achtelfinale.
Für den Club von Trainer Miron Muslic war es im sechsten Jahr hintereinander das Pokal-Aus in der zweiten Runde. Insgesamt fünfmal hat der Bundesliga-Aufsteiger den Pokal bereits gewonnen.
Zum Auftakt in dieser Pokalrunde hatte Dresden beim Regionalligisten Westfalia Rhynern mit 6:0 gewonnen. Dynamo schaffte zuletzt 2014/2015, als man in Runde eins Schalke besiegte, den Sprung über die zweite Runde hinaus.
Dzeko mit der ersten Chance
Wegen des Abbrennens von Pyrotechnik bei der Dynamo-Choreographie und den daraus resultierenden Nebel hatte Schiedsrichter Wolfgang Haslberger die Partie mit zwei Minuten Verspätung angepfiffen. Schalke war sofort da, doch Edin Dzeko (2.) hatte bei der ersten Chance nicht genug Druck auf seinen Kopfball bekommen.
Bis zur Pause übernahm Dynamo immer mehr die Spielkontrolle, nur im letzten Drittel fehlte Genauigkeit. Bei Schalke merkte man die Abstimmungsprobleme, da Trainer Muslic in Dresden auf sieben Stammkräfte verzichten musste. Die Abwehr war stabil, offensiv ging praktisch nichts.
Edin Dzeko konnte kaum für echte Gefahr sorgen
Foto: Thomas Eisenhuth / Getty ImagesNach dem Wechselt wurde das Tempo verschärft. Gerade in einer Schalker Druckphase jubelten die Gastgeber: Nach einer Straudi-Flanke bekam Covic (54.) am langen Pfosten den Ball und bugsierte ihn ins kurze Eck – Schalkes Keeper Loris Karius sah bei der versuchten Beinabwehr eher unglücklich aus.
Schalke investierte dann mehr. Vitalie Becker passte im Strafraum zur Mitte, doch alle verpassten, wie auch Dzeko (74.) am zweiten Pfosten mit einer Grätsche. Schalke griff an, ehe Daferner nach einem Standard für Dynamo das Spiel endgültig entschied.
Freiburg und Stuttgart weiter
Zeitgleich zogen auch zwei Bundesligaclubs aus dem Südwesten ins Achtelfinale ein. Der SC Freiburg hatte mit Vorjahres-Absteiger VfL Wolfsburg allerdings lange seine Probleme: Zwar ging der Sportclub früh durch Igor Matanović in Führung (6.), doch weil Kento Shiogai gleich zweimal von Abstimmungsproblemen in der Freiburger Defensive profitierte (8./43.), gingen die Gäste aus Wolfsburg mit einer Führung in die Pause.
In der Schlussphase brachte dann auch Julian Schuster einen japanischen Torjäger ein und drehte so das Spiel. Keisuke Goto köpfte erst den Ausgleich (75.), dann sorgte der Stürmer mit einem Lupfertor dafür, dass sich Freiburg die Verlängerung sparen konnte (90.+2).
Auch der VfB Stuttgart ließ sich lange Zeit. Beim SC Paderborn erzielte Deniz Undav erst in der 90. Minute das Tor des Tages, dabei hatte der VfB nach einer Roten Karte gegen Laurin Curda (37.) den Großteil der Partie in Überzahl verbracht. Auch Hertha BSC ist eine Runde weiter, gegen den SSV Jeddeloh II trafen Josip Brekalo (57.) und Julian Eitschberger (63.).
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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