Der Fußballsuperstar Cristiano Ronaldo ist aus der portugiesischen Nationalmannschaft zurückgetreten. In einem Social-Media-Post kündigte der 41-Jährige an, er werde »das Trikot mit der Nummer 7« nach der Länderspielpause im November »zurückgeben«. »Heute geht meine Reise in der Nationalmannschaft zu Ende«, sagte er in einer Videobotschaft.

Ronaldo hat 234 Länderspiele für Portugal bestritten und dabei 146 Tore erzielt. 2016 wurde er mit seinem Heimatland Europameister. Zudem gewann er mit Portugal zweimal die Nations League. Sein Debüt für Portugal feierte Ronaldo im August 2003 im Alter von 18 Jahren gegen Kasachstan.

Geldstrafe von 255 Euro nach abrupter Abreise

In seiner Botschaft sprach Ronaldo von Siegen, »die ich nie vergessen werde. Es gab Niederlagen, an die zu denken mir bis heute schwerfällt«. Er habe aber »auch versagt, ich habe auch gelitten, es gab Momente, in denen ich den Portugiesen nicht das geben konnte, was ich mir so sehr gewünscht hatte. Aber ich habe niemals aufgegeben«, sagte Portugals Rekordtorschütze und richtete Worte an seine Mitspieler: »Ich hatte das Privileg, euer Kapitän zu sein. Aber kein Kapitän geht allein. Und ihr seid Teil meiner Geschichte.«

Ende September hatte Ronaldo für einen Eklat gesorgt, nachdem er das Trainingslager der Portugiesen im Streit mit Nationaltrainer Jorge Jesus vorzeitig verlassen hatte. Anschließend warf der Angreifer von Al-Nassr dem Coach vor, sein Wort gebrochen zu haben, ihm Einsatzzeit zu gewähren. Der Verband belegte Ronaldo deshalb mit einer 30-tägigen Sperre und einer Geldstrafe von 255 Euro. Die Sanktion wurde rückwirkend ab dem 30. September verhängt und lief Ende Oktober aus.

Ronaldo entschuldigte sich später bei Mitspielern und Fans, betonte zunächst aber, seine Karriere in der Nationalmannschaft fortsetzen zu wollen. Jesus hatte eine Rückkehr zuletzt nicht ausgeschlossen. Ronaldo, hatte zuletzt erklärt, dass dies »wahrscheinlich« sein letztes Jahr als Fußballprofi sein werde.

Titelverteidiger Portugal hat bisher alle vier Nations-League-Spiele gewonnen, drei davon ohne Ronaldo, und sich bereits zwei Spieltage vor Abschluss der Gruppenphase für das Viertelfinale qualifiziert. Für Portugal stehen gegen Dänemark (14. November) und Wales (17. November) die nächsten Partien an.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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