Ein großes digitales Display zeigt eine amtliche Warnung vor Hitze an.

Bund und Länder üben Krisenmanagement Was wäre, wenn es lange Zeit sehr heiß wäre?

Stand: 04.11.2026 • 12:06 Uhr

45 Grad im Schatten und das nach mehreren Dürrejahren. Dieses fiktive Szenario ist Grundlage für die Übung von zehn Bundesländer und 20 Bundesbehörden. Das Ziel: Deutschland soll für solche Katastrophen vorbereitet werden.

Es ist die größte, übergreifende Übung des Katastrophenschutz in Deutschland. Unter dem Namen LÜKEX 26 üben ab heute knapp 180 Organisationen, darunter 20 Bundesbehörden, 60 Ministerien in den Bundesländern, sowie 80 weitere Organisationen von Bund, Kommunen und Hilfsorganisationen. Die Übung zu "Hitze und Dürre" findet noch bis zum 6. November statt.

Im Übungszenario wird angenommen, dass fünf Dürrejahre bereits massive Auswirkungen auf Menschen, Natur und Wirtschaft in Deutschland haben. Eine Hitzewelle mit bis zu 45 Grad verschärft die Situation. Nun müssen die Krisenstäbe Entscheidungen treffen, welche strategischen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu ergreifen sind. Schwerpunkt sind Planspiele in den Krisenstäben - einen praktischen Anteil gibt es nicht.

"Abgestimmtes Handeln aller staatlichen Ebenen"

Koordiniert wird die Übung durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Dessen Aufgabe sei es, dafür zu sorgen, dass Bund, Länder und alle weiteren Partner in Deutschland auf jegliche Krisen vorbereitet sind, so BBK-Präsidentin Grit Tüngler.

Ziel der Übungsreihe LÜKEX - das steht für "Länder- und Ressortübergreifende Krisenmanagementübung/Exercise" - ist es seit mehr als 20 Jahren die Zusammenarbeit aller Ebenen zu verbessern. Nur "wer gemeinsam übt, kann im Ernstfall schneller handeln - und die Menschen in unserem Land besser schützen", sagt Tüngler.

Hitzewellen können für vulnerable Gruppe schnell lebensbedrohlich sein. Insbesondere sehr junge und ältere Menschen sowie Schwangere leiden unter hohen Temperaturen und sind gesundheitlich dadurch gefährdet. Das Gesundheitssystem könnte schnell überlastet werden.

Source: Tagesschau · tagesschau.de

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