Mit 98 Jahren gehört Bryan Adams' Mutter zu den treuesten Fans ihres Sohnes: Wenn er in ihrer Nähe auftritt, sei sie dort, sagte der kanadische Musiker der Nachrichtenagentur dpa. »Wenn es nach ihr ginge, wäre sie bei jedem Konzert dabei«, sagte der 67-Jährige in Vancouver.

Er könne sie nicht davon abhalten, zu seinen Konzerten zu gehen, wenn er in ihrer Nähe in Kanada auftrete. »Sie ist eine ganz eigene Persönlichkeit, und wir können sie eigentlich nur dabei unterstützen, das zu tun, was gut für sie ist.« Über das stolze Alter seiner Mutter sagte er: »Unser Ziel ist es, sie bis 100 zu bringen. Sie hat noch 17 Monate vor sich.«

Bryan Adams veröffentlicht an diesem Freitag ein neues Album »How's It Goin'« auf seinem eigenen Independent-Label Bad Records. Darauf ist ein Protestsong namens »51st State« enthalten, der sich gegen die Übernahmepläne des US-Präsidenten Trump richtet.

Den derzeitigen kanadischen Premierminister Mark Carney hält Adams für einen der herausragenden Staatsführer der freien Welt. »Ich stehe nicht unbedingt seiner Partei nahe, aber ich unterstütze den Mann, der offenbar einige gute Entscheidungen trifft und sich dem Mobbing entgegenstellt, dem wir ausgesetzt sind.«

Auch zur deutschen Politik äußerte sich Adams in dem dpa-Interview. Er verfolge sie nicht im Detail, bekomme aber bei Begegnungen mit Menschen einen Eindruck von der Stimmung. Über Bundeskanzler Friedrich Merz sagt er: »Nach allem, was ich mitbekommen habe, ist er nicht beliebt. Ich meine: wirklich nicht beliebt. Und ich verstehe nicht, wie jemand an einer Position festhalten kann, wenn die Stimmung so ist.«

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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