Flávio Bolsonaro hat sich nach den Präsidentschaftswahlen in Brasilien aus den USA heraus zum Sieger erklärt. Er sei der »wahre Präsident Brasiliens«, schreibt Bolsonaro in einer Mitteilung, die er unter anderem bei X veröffentlichte . Sein Sieg sei durch einen angeblichen »Wahlputsch« vereitelt worden, behauptete Bolsonaro weiter, ohne nennenswerte Belege zu äußern. Internationale Beobachter sprechen von einer fairen Wahl.
Bolsonaro spricht in seiner Mitteilung von einer angeblichen politischen Hexenjagd. Er wolle die brasilianische Opposition aus den Vereinigten Staaten heraus anführen, zitiert ihn die Nachrichtenagentur Reuters.
Mutmaßliche Wahlkampfunterstützung aus dem Ausland
Die brasilianische Justiz nahm derweil Ermittlungen gegen Bolsonaro auf – wegen einer möglichen finanziellen Wahlkampfunterstützung aus dem Ausland. Unter die Lupe genommen werden soll das Rockbridge Network und dessen Kontakte zu brasilianischen Unternehmern, wie aus dem von Bundesrichter Flávio Dino unterzeichneten Beschluss hervorgeht. Das Netzwerk aus den USA wurde 2019 von dem heutigen US-Vizepräsidenten JD Vance mitgegründet.
Laut der brasilianischen Verfassung ist es politischen Parteien verboten, finanzielle Unterstützung aus dem Ausland zu erhalten. Die Untersuchung soll klären, ob ein »Zusammenhang zwischen finanziellen Mitteln, Dienstleistungen oder anderen wirtschaftlich messbaren Vorteilen und dem Wahlkampf« vorhanden ist. Rockbridge bestreitet nach einem Bericht der »Washington Post« die Vorwürfe. Diese seien aufgrund »falscher Angaben« zustande gekommen.
Wie der 80-jährige Lula überraschend den Bolsonaro-Sohn Flávio besiegte, lesen Sie hier .
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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