Am Dienstagabend ist ein Mann in Berlin-Lichtenrade angeschossen worden. Der 47-Jährige wurde schwerverletzt in ein Krankenhaus gebracht und dort notoperiert. Der Polizei zufolge schwebt er nicht in Lebensgefahr.

Ein Zeuge habe die Polizei alarmiert, als er gegen 19.45 Uhr Schussgeräusche in der Nahariyastraße gehört habe, sagte ein Sprecher. Anwohner hörten laut Medienberichten  fünf bis sechs Schüsse, am Tatort sollen Patronenhülsen im Kaliber neun Millimeter gefunden worden sein. Der Schütze ist flüchtig.

Laut ersten Erkenntnissen soll dem Angriff eine Auseinandersetzung vor einem Lokal vorausgegangen sein. Die Hintergründe sind bislang unklar. Jetzt ermittelt eine Mordkommission. Derzeit geht die Polizei von einem Einzeltäter aus. Nach ihm wird gefahndet.

Der Tatort an einem Wohnblock wurde weiträumig abgesperrt, die Spurensicherung war vor Ort.

Schüsse auch in Spandau – vier Festnahmen

Nicht nur in Lichtenrade wurde am Dienstag auf offener Straße geschossen. Auch in Berlin-Spandau fielen Schüsse, als ein Auto von zwei anderen Fahrzeugen abgedrängt wurde. Diese wurden laut einem Polizeisprecher aber »ungezielt« abgegeben und es wurde niemand verletzt.

Vier Männer im Alter zwischen 21 und 31 Jahren wurden noch am Dienstagabend von der Polizei festgenommen.

Zur Anzahl der Schüsse und zu den Umständen der Tat gab es zunächst keine Informationen. Auch die Tatwaffe konnten die Beamten bisher nicht finden. Das abgedrängte Auto sei am Falkenseer Platz in einem Gebüsch zum Stehen gekommen, so der Polizeisprecher weiter.

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Fälle von Übergriffen mit Waffen häufen sich in den vergangenen Tagen in der Hauptstadt. Erst in der Nacht zum Dienstag war in Berlin-Lankwitz auf eine Wohnungstür in einem Mehrfamilienhaus geschossen worden. In der Nacht zuvor war in Berlin-Charlottenburg ebenfalls auf eine Wohnungstür geschossen worden. In beiden Fällen wurde niemand verletzt.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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