Bundeskanzler Friedrich Merz hat zum Abschluss seiner fünftägigen Asienreise erneut für ein globales Netzwerk freien Handels geworben, das auf gemeinsamen internationalen Regeln basiere. Bei der Eröffnung der Asien-Pazifik-Konferenz der deutschen Wirtschaft in Seoul sagte der CDU-Chef, dass die sich wandelnde geopolitische Lage gleich gesinnte Partner näher zusammenbringe. »Wir schließen uns entschlossen gegen Unilateralismus, autokratische Machtpolitik und Verstöße gegen internationales Recht zusammen«, sagte er.

An der Asien-Pazifik-Konferenz nehmen rund 1000 Wirtschaftsvertreter aus Deutschland und dem indopazifischen Raum teil. Am Rande des Besuchs sollen zahlreiche Unternehmensvereinbarungen insbesondere im Startup- und KI-Bereich unterzeichnet werden.

»Wenn Lieferketten zu politischen Spielbällen werden, wenn der Zugang zu Schlüsseltechnologien behindert wird oder wenn Bemühungen zur Sicherung von Rohstoffen eher einer Machtdemonstration als einer fairen Partnerschaft dienen, gefährdet dies Wachstum, Wohlstand und letztendlich die Sicherheit ganzer Regionen«, sagte Merz. Solche Handelspraktiken werden vor allem China vorgeworfen.

Südkoreas Ministerpräsidentin Han Seong Sook zeigte sich demgegenüber offen. »Deutsche Unternehmen nutzen Korea als zentralen Knotenpunkt, um ihre Präsenz im asiatisch-pazifischen Raum auszubauen«, sagte Han bei der Konferenz. Angesichts tiefgreifender Veränderungen in der Weltwirtschaft gewinne die globale Vernetzung zunehmend an Bedeutung. Han betonte drei Felder, in denen sie auf verstärkte Kooperation mit Deutschland hofft: Batterieproduktion, Halbleiter sowie bei der KI-gestützten Transformation der Industrieproduktion.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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