Apple hat von Juli bis September ein ordentliches Umsatz- und Gewinnwachstum erzielt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Einnahmen des iPhone-Herstellers um zwölf Prozent auf 114,5 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn lag bei 30,7 Milliarden Dollar (Operating Income: 35,6 Milliarden Dollar, Gewinn vor Steuern: 36,14 Milliarden), was 2,10 Dollar pro verwässertem Anteilsschein entspricht. Der operative Cashflow („Cash generated by operating activities“) lag im Geschäftsjahr bis zum Stichtag 26. September 2026 bei 145,1 Milliarden Dollar.
Im Vorjahresquartal hatte Apple einen Umsatz von 102,5 Milliarden Dollar bei 27,5 Milliarden Nettogewinn (Operating Income: 32,4 Milliarden, Gewinn vor Steuern: 32,8 Milliarden) oder 1,85 Dollar pro verwässerter Aktie erziel. Die Marge lag auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahresquartal (47,9 Prozent gegen 47,2 Prozent). Als Dividende will der Konzern 27 US-Cent zum 16. November zahlen – für alle Aktionäre, die bis inklusive 12. November Anteilsscheine halten. Das dritte Kalenderquartal ist gleichzeitig Apples viertes Finanzquartal. Somit stehen nun auch der Jahresumsatz und der Jahresgewinn fest. Erlöst wurden im Geschäftsjahr 2026 478,8 Milliarden Dollar bei einem Nettogewinn von 132,2 Milliarden (Operating Income: 158 Milliarden). Im Vorjahr waren es noch 416,2 Milliarden Dollar Umsatz bei 112 Milliarden Nettogewinn (Operating Income: 133 Milliarden).
China-Enttäuschung und iPhone-Zuwachs
Die Umsatzerwartungen der Börse hat Apple mit seinen Zahlen geschlagen – insbesondere dank eines Umsatzwachstums von 17 Prozent allein beim iPhone (auf 57,58 Milliarden). Allerdings verfehlte Apple in China die Erwartungen: Analysten hatten im Schnitt mit 18,75 Milliarden Dollar gerechnet, Apple landete bei 17,54 Milliarden. Gegenüber dem Vorjahresquartal mit 14,49 Milliarden wuchs das China-Geschäft dennoch um rund 21 Prozent.
Einer der Gründe dürfte die Verschiebung bei den iPhones gewesen sein: Apple brachte in diesem Jahr im September nur iPhone 18 Pro und 18 Pro Max heraus, keine Standardmodelle. Zudem kam das bislang teuerste Smartphone des Konzerns, das faltbare iPhone Duo, erst im Oktober, also außerhalb des dritten Quartals, auf den Markt. Letzteres hätte in China vermutlich das Ruder herumgerissen, obwohl Apple nach wie vor schlecht liefern kann.
Die einzelnen Bereiche bei Apple
Ein Blick auf Apples Finanzangaben zum vierten Geschäftsquartal zeigen Wachstum beim Mac (10,79 Milliarden gegen 8,73 Milliarden im Vorjahresquartal) und bei den Diensten, wo nun die Umsatzmarke von 31,5 Milliarden überschritten wurde. Das iPad-Geschäft schrumpfte aufgrund fehlender Neuheiten leicht (von 6,9 auf 6,2 Milliarden), die Zubehörabteilung mit Computeruhren, Home-Produkten und weiteren Hardware-Produkten wie Kopfhörern schrumpfte um 700 Millionen auf 8,3 Milliarden, wobei bestimmte Apple-Watch-Modelle über Wochen schwer zu bekommen waren.
Apple-Chef John Ternus, der die Ergebnisse vor Analysten vorstellte, betonte das gute iPhone-Ergebnis. Ein Septemberquartal sei hier noch nie so gut gewesen, das Dienstegeschäft verzeichne zudem ein Allzeithoch. Auch das Gesamtjahr sei das Beste für Apple überhaupt gewesen. Für das Weihnachtsquartal erwartet Apple trotz knapper Lieferungen 7 bis 10 Prozent Umsatzwachstum und den höchsten Quartalsumsatz seiner Geschichte. Man habe nun das „ambitionierteste Line-up überhaupt“ vorgestellt, darunter iPhone Duo, 18 Pro und 18 Pro Max sowie neue Home-Geräte und den ersten Mac mit Touch. Die Apple-Aktie, die am Montag um 1,8 Prozent gefallen war, erholte sich nachbörslich etwas und stand gegen 23 Uhr um gut 0,4 Prozent im Plus.
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(bsc)
Source: Heise · Ben Schwan
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