Die Buchungsplattform Airbnb verschärft die Richtlinien für Vermieter: Sie dürfen von ihren Gästen bald nur noch »zumutbare« Aufgaben verlangen. Ein Gang zum Müllcontainer gehört nicht dazu. Aber es gibt Ausnahmen.

22.10.2026, 08.36 Uhr

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Foto: Dado Ruvic / REUTERS

Wer über das Buchungsportal Airbnb eine Unterkunft vermietet, darf von seinen Gästen künftig nicht mehr einfordern, dass sie vor dem Check-out das Geschirr abwaschen oder die Betten abziehen. Laut einer neuen Richtlinie für Hausregeln  lässt Airbnb nur noch Aufgaben zu, die als »zumutbar« gelten. Dazu zählt etwa, schmutziges Geschirr ins Spülbecken zu stellen und benutzte Handtücher zusammenzusammeln.

Nicht mehr verlangen dürfen Gastgeber hingegen, dass Gäste den Müll außerhalb der Unterkunft entsorgen. Airbnb behält sich Ausnahmen vor: zum Beispiel in Gegenden, in denen es Bären gibt. Dort könne es zumutbar sein, den Müll zu einem Behälter zu bringen, an den die Tiere nicht herankommen. Vermietern wird außerdem untersagt, Gästen die Nutzung von Geräten zu verbieten, die in der Beschreibung des Inserats aufgeführt sind – etwa einer Klimaanlage.

Die Änderungen begründet die Plattform unter anderem damit, dass ihre Nutzer in der Regel eine Reinigungsgebühr zahlen. Man wolle nicht, dass ihnen Dinge abverlangt werden, »um die sich eigentlich eine Reinigungskraft kümmern« sollte. Das könne sich negativ auf den Aufenthalt und die Bewertung auswirken.

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Gastgeber sollen in der Airbnb-App und per E-Mail darauf hingewiesen werden, wenn ihre aktuellen Hausregeln gegen die neuen Richtlinien verstoßen. Sie treten am 20. November in Kraft.

esw/dpa

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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