Lässt sich der Kindersitz einfach einbauen, sitzt oder liegt das Kind gut, stimmt der Preis – und vor allem: Ist er auch sicher? Der ADAC hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest und weiteren europäischen Partnern Kindersitze getestet. Auf dem Prüfstand waren insgesamt 16 aktuelle Modelle , darunter acht Babyschalen.
Das Fazit: Insgesamt wird knapp jeder zweite Sitz mit »gut« bewertet. Eine Babyschale und ein Kindersitz fallen dagegen mit »mangelhaft« durch. Das sind die jeweiligen Sieger in den verschiedenen Größen:
Babyschale: »Maxi-Cosi Coral Slide Pro + Familyfix Slide Pro«, geeignet für eine Größe von 40–87 cm, circa 570 Euro (Note 2,1).
Baby und Kleinkind: »Recaro Toron 1«, 40–105 cm, rund 550 Euro (Note 2,3)
Kleinkind: »Cybex Sirona G3 + Base G3«, 61–105 cm, etwa 500 Euro (Note 2,5)
Kleinkind und Kind: »Maxi-Cosi MobiFix Pro«, 61-125 cm, rund 550 Euro (Note 2,5)
Babydummy rausgeschleudert
Die Mängel der beiden durchgefallenen Testsitze waren erheblich: So öffnete sich bei einer Babyschale beim Frontalcrash das Gurtschloss des Hosenträgergurts, der Babydummy wurde herausgeschleudert. Auch ein anderer Sitz versagte beim Frontalzusammenstoß. Betroffen waren die Modelle »Britax Römer Baby-Safe Pro mit der Vario Base 5Z« und »Axkid«. Die Hersteller haben laut ADAC reagiert und nehmen die Sitze zurück. Die Ergebnisse stellt der ADAC im Detail auf seiner Website dar.
Nicht jeder Sitz passt zu jedem Auto. Bei der Auswahl des passenden Sitzes sollten Eltern daher immer auf einen Probeeinbau bestehen. Folgendes sollte man im Blick haben:
Nach der i-Size-Sicherheitsnorm zugelassene Kindersitze können auf Autositze mit i-Size-Freigabe montiert werden. Schauen Sie dafür auf die Kennzeichnung am Autositz oder ins Fahrzeughandbuch.
Sitz und Basis am besten zusammen kaufen. Denn nicht jede Isofix-Basis passt automatisch zum Kindersitz desselben Herstellers.
Die Schultergurtführung des Sitzes muss zum Fahrzeug passen. So sollte sich der Gurt bei Sitzerhöhungen mit Rückenlehne selbstständig aufrollen, wenn sich das Kind nach vorn beugt.
Es muss genug Platz sein, wenn die Kopfstütze des Kindersitzes nach oben gestellt oder der Sitz zum Anschnallen des Kindes zur Seite gedreht wird. Ebenso muss Platz sein zwischen dem Vordersitz und dem Kindersitz dahinter.
Nicht zu früh auf den nächstgrößeren Sitz wechseln, erst einmal Gurte und Rückenlehne nachjustieren.
Augen auf beim Gebrauchtkauf
Nicht jeder kann oder möchte sich einen neuen Sitz kaufen. Vielleicht ist auch der vom größeren Geschwisterkind noch in Ordnung. Der ADAC Hessen-Thüringen weist allerdings auf folgende Grundsätze hin:
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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