Enorme Regenmengen trafen Spaniens Ostküste sowie Korsika. Ein Grund: das warme Mittelmeer.
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21.10.2026, 16:10
Wie bereits vor zwei Jahren sorgte ein isoliertes Tiefdruckgebiet mit kalter Luft in der Höhe für Unwetter in Spanien. Besonders schwer traf es erneut die Region um Valencia an der Ostküste Spaniens sowie die Balearischen Inseln. Stellenweise fielen über 600 mm Regen innerhalb von 24 Stunden. In Spanien ist ein solches Tiefdruckgebiet in der Höhe als Gota Fría oder unter der Abkürzung DANA (span. depresión aislada en niveles altos) bekannt.
Bewegt sich ein solches Tiefdruckgebiet nur langsam, fallen die intensiven Niederschläge über längere Zeit innerhalb der gleichen Region.
Korsika: Beispiellose Regenmengen
Das Tiefdruckgebiet zog übers Mittelmeer nach Osten weiter und erreichte am Mittwoch die französische Insel Korsika. Dort sorgten die Regenmassen besonders an der Ostküste für Überschwemmungen. Laut französischen Wetterdiensten wurden diverse Niederschlagsrekorde verzeichnet.
An der Messstation Solenzara auf Korsika wurden folgende Regenmengen gemessen:
- 108 mm in 30 Minuten
- 330 mm in 2 Stunden
- 538 mm in 6 Stunden
Zum Vergleich: in Visp/VS fallen in einem ganzen Jahr im Durchschnitt knapp 600 mm, im Mittelland rund 1000 mm Regen.
Das warme Mittelmeer als Ursache
Damit solche grossen Regenmengen möglich sind, benötigt es: warme Luft, viel Feuchtigkeit und eine instabile Atmosphäre.
Die für die Jahreszeit aussergewöhnlich hohen Wassertemperaturen im Mittelmeer liefern grosse Mengen an Feuchtigkeit. Gleichzeitig wird die Luft über dem Meer erwärmt und kann zusätzliche Feuchtigkeit aufnehmen. Trifft kalte Luft in der Höhe auf die feucht-warme Luft am Boden, wird die Atmosphäre instabil. Die warme, feuchte Luft steigt rasch auf, kondensiert und führt zu diesen teils extremen Niederschlägen.
Durch den Klimawandel werden solche Unwetter häufiger und intensiver.
Source: SRF · Simon Eschle
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