In ganz Deutschland entdecken Kinder Nadeln, Nägel und Schrauben in Halloween-Süssigkeiten. Die Polizei vermutet in vielen Fällen, dass die gefährlichen Gegenstände dort mit Absicht platziert wurden.

02.11.2026, 10.21 Uhr

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In Hannover entdeckte ein Mädchen lange Nadeln in seinen Schokoriegeln und Kaubonbons.

In Hannover entdeckte ein Mädchen lange Nadeln in seinen Schokoriegeln und Kaubonbons.

Polizeidirektion Hannover

Viele Kinder in Deutschland haben an Halloween erschreckende Funde gemacht: In den Schokoriegeln und Bonbons, die sie an den Haustüren ihrer Nachbarn einsammelten, steckten Nadeln, Nägel und Schrauben. Die Polizei ermittelt an mehreren Orten und ruft Eltern dazu auf, die Ausbeute ihrer Kinder sorgfältig zu kontrollieren.

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Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, geht die Polizei in vielen Fällen davon aus, dass jemand die gefährlichen Gegenstände absichtlich in den Süssigkeiten versteckt habe.

Nadeln von aussen nicht sichtbar

Im Landkreis Unstrut-Hainich in Thüringen zum Beispiel haben am Samstag zwei Kinder im Alter von vier und zehn Jahren Süssigkeiten gesammelt. Als die Kinder am Sonntag ihre Beute begutachteten, fanden sie in einem Bonbon laut Polizeibericht eine lange Nadel. Offenbar hatte jemand die Süssigkeit entsprechend präpariert.

In Filderstadt-Bonlanden in Baden-Württemberg meldeten sich am Wochenende zwei Familien bei der Polizei. Die Eltern hatten festgestellt, dass in zwei Milch-Haselnuss-Schnitten, die ihre Kinder eingesammelt hatten, mehrere Nadeln platziert waren. Die Nadeln waren von aussen nicht sichtbar. Beim Verzehr hätten sich die Kinder verletzen können.

Auch in Hannover entdeckte ein neunjähriges Mädchen gleich mehrere Nadeln in seiner Halloween-Ausbeute. Es war am Samstagabend von Haus zu Haus gezogen. Später stellte es zu Hause fest, dass in einem Schokoriegel und zwei einzeln verpackten Kaubonbons jeweils eine Nähnadel steckte.

Das Mädchen in Hannover hatte die betroffenen Süssigkeiten noch nicht gegessen und blieb unverletzt. Seine Mutter warf die übrige Ausbeute vorsorglich weg. Die Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung. Die Polizei warnte die Bevölkerung davor, Halloween-Süssigkeiten zu verzehren, die im selben Stadtteil gesammelt wurden. Ermittlungen zu dem Fall laufen.

Die Polizei in Thüringen geht davon aus, dass jemand dieses Bonbon absichtlich mit einer Nadel präpariert hat.

Die Polizei in Thüringen geht davon aus, dass jemand dieses Bonbon absichtlich mit einer Nadel präpariert hat.

Landespolizeinspektion Nordhausen

Nägel und Schrauben

Neben Nadeln wurden am Wochenende auch andere metallische Gegenstände in Süssigkeiten entdeckt. In Bremen etwa fand eine Mutter in der Tüte eines ihrer Kinder einen Schokoriegel, in dem ein Nagel steckte. Keines der Kinder wurde verletzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.  In Bayern fanden gleich mehrere Familien Nägel und spitze Schrauben in den Süssigkeiten, die die Kinder an Halloween eingesammelt hatten.

Ein elfjähriges Mädchen in Lübeck entdeckte diese Nadel in einem Schokoriegel. Es hatte ihn auf einem Halloweenspaziergang eingesammelt.

Ein elfjähriges Mädchen in Lübeck entdeckte diese Nadel in einem Schokoriegel. Es hatte ihn auf einem Halloweenspaziergang eingesammelt.

Polizeidirektion Lübeck

Auch in der österreichischen Stadt Linz hat ein Vater Nägel in den Halloween-Süssigkeiten seiner Kinder entdeckt. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatten die Kinder am Samstag verschiedene Schokoriegel und Kaubonbons in einem Stadtteil eingesammelt. Die in den Süsswaren gefundenen Nägel waren etwa einen Zentimeter lang und teilweise von aussen nicht feststellbar.

In der Schweiz sind bis heute keine offiziell bestätigten Fälle bekannt. Einen Hinweis gibt es allerdings aus Schönenwerd im Kanton Solothurn: Laut dem Newsportal «Aarau24» berichtete am Wochenende ein Vater in der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Schönenwerd, wenn», seine Tochter habe in einer Süssigkeit einen metallenen Gegenstand entdeckt. Auf dem Foto, das er dazu veröffentlichte, ist eine teilweise ausgepackte Süssigkeit zu sehen, in der offenbar eine Kreuzschlitzschraube steckt.

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Source: Neue Zürcher Zeitung · Hannes Boos

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