Nach einem fulminanten Saisonstart kühlte Winsley Boteli zuletzt ab. Trotzdem läuft es Sion weiter vorzüglich.

Legende: Wiedersehen in der Innerschweiz Sions Winsley Boteli im Zweikampf mit Luzerns Pius Dorn. Freshfocus/Martin Meienberger

Er war die Figur der Frühphase der neuen Saison die Figur schlechthin: Winsley Boteli. In der Conference-League-Qualifikation führte der 20-Jährige Sion mit 4 Treffern in die 3. und letzte Runde. Dort gelang Boteli gegen das grosse Ajax in Amsterdam ein Hattrick.

Für das Europacup-Ticket reichte es den Wallisern letztlich zwar nicht, doch der Genfer machte international beste Werbung für sich und trieb seinen Marktwert in die Höhe.

Noch kein Boteli-Tor im Oktober

Trotz guter Angebote – zuweilen war die Rede von 30 Millionen Franken Ablöse – wurde Sion-Sportchef Barthélémy Constantin nicht schwach, sagte nein zum Geldsegen und ja zum Projekt FC Sion 2026/27. Zu diesem Zeitpunkt hatte Boteli längst auch in der Super League eingeschlagen. In den ersten 5 Runden schoss er ebenso viele Tore.

Seither aber geriet der Motor bei Boteli ins Stocken. In den letzten 6 Liga-Partien kam nur noch ein einziger Treffer hinzu, im Monat Oktober hat der Youngster noch nicht eingenetzt. Eine letzte Chance, dies zu ändern, bietet sich Boteli am Samstag beim Gastspiel in Luzern.

Verfolgen Sie das Super-League-Duell des 12. Spieltags zwischen dem FC Luzern und dem FC Sion am Samstag ab 20:10 Uhr live auf SRF zwei und in der Sport App.

Auf dem zweiten Tonkanal ist eine Live-Audiodeskription verfügbar.

Mehrere Wege zum Torerfolg

Von einer Boteli-Dependenz ist Sion derzeit aber weit entfernt. Das Team von Didier Tholot macht einen äusserst gefestigten Eindruck und ist nicht mit früheren Ausgaben von Sion zu vergleichen. Von den 6 Super-League-Spielen, in denen Boteli kein Tor gelang, entschieden die Walliser dennoch deren 5 für sich.

Unter diesen 5 Siegen befindet sich auch jener im ersten Aufeinandertreffen der Saison mit Luzern. Anfang August machte Sion mit dem FCL kurzen Prozess und gewann im Tourbillon dank Treffern von Donat Rrudhani, Théo Berdayes und Josias Lukembila mit 3:0.

Gibt's wieder einen Yakin-Anruf?

Für die Sittener geht es am Samstag hauptsächlich darum, ihren Platz in der Spitzengruppe der Super League zu untermauern. Wenn Boteli dazu auch noch seinen Torriecher wieder entdeckt, umso besser. Es wäre jedenfalls kein schlechter Zeitpunkt, zumal kommende Woche die nächste Kaderbekanntgabe von Nati-Coach Murat Yakin für die bevorstehende Nations-League-Spiele ansteht. Boteli könnte zum zweiten Mal in Folge für die Schweiz zum Zug kommen.

Auf der anderen Seite lechzt Luzern nach 3 Niederlagen aus den letzten 4 Liga-Partien nach einem Erfolgserlebnis. Zusätzlich erschwert wird die Aufgabe für die Innerschweizer jedoch durch die verletzungsbedingte Absenz von Taktgeber Leonardo Bertone.

Super League

Source: SRF · 31.10.2026, 09:54

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