Der TAS-Entscheid, Russland wieder an IIHF-Events zuzulassen, dürfte einen Rattenschwanz nach sich ziehen.

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Legende: Doch keine WM 2027? Der ukrainische Goalie Oleg Petrov (hier gegen Polen) qualifizierte sich an der B-WM mit seinem Land für die A-WM im nächsten Jahr – doch diese Qualifikation dürfte nun nichtig werden. Imago/Newspix

Jeweils im Februar bewertete der Eishockey-Weltverband IIHF die Lage hinsichtlich des Angriffskrieges Russlands neu. Wie in allen Jahren seit Kriegsbeginn 2022 entschied der Verband auch heuer, dem Aggressor die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im nächsten Jahr (also 2027) zu verweigern.

So plante der IIHF die WM in Deutschland ohne Russland – und wurde nun vom Internationalen Sportgerichtshof TAS überrascht. Dieser hat nämlich der alljährlichen Berufung Russlands erstmals stattgegeben. Die Sicherheitsbedenken seitens des Weltverbandes seien nicht ausreichend bewiesen, sagt der TAS. Die russischen Teams sind damit wieder für jegliche IIHF-Veranstaltungen zugelassen.

Bereits Junioren-WM im Dezember betroffen

Das zieht einen gewaltigen Rattenschwanz nach sich, wie auch die IIHF bestätigte. Eine Änderung der Teilnehmerfelder mache unter anderem Anpassungen an den Wettbewerbsformaten, Spielplänen sowie den Reise- und Unterkunftsplanungen nötig. Auch die Sicherheitsvorkehrungen müssten überprüft werden.

Betroffen sind etwa die Junioren-WM in Kanada, die Ende Dezember beginnt, die U18-WM der Frauen im kommenden Januar in Tschechien – und natürlich die erwähnte A-WM 2027 in Deutschland. Der Deutsche Eishockeybund (DEB), der das Urteil heftig kritisierte, liess verlauten: «Wir werten das Urteil jetzt gemeinsam mit der IIHF aus und informieren über die nächsten Schritte.»

Besonders brisant: Für Russland an der WM 2027 Platz machen müsste der zweite Aufsteiger aus der letztjährigen B-WM – und das ist ausgerechnet die vom russischen Angriffskrieg betroffene Ukraine. Der Spielplan für das Turnier in Deutschland steht bereits. Und mit Lettland hat eine teilnehmende Nation per Gesetz am 1. Februar 2024 verboten, sportliche Wettkämpfe mit Russland auszutragen. Das Chaos scheint also programmiert.

Radio SRF 1, Mittagsbulletin, 30.10.2026, 12:00 Uhr ;  twu

Source: SRF · 30.10.2026, 14:24

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