Die Pflanzen tragen ein weisses Kleid, obwohl kein Schnee gefallen ist – hier erfahren Sie, was dahinter steckt.
Die letzten Tage waren geprägt vom Nebel. Neben viel Grau zaubert er auch prachtvolle Eisskulpturen herbei.
Im Volksmund spricht man oft von «Riife», «Biecht», «Picki» oder «Düft». Meteorologisch gesehen ist weiss aber nicht gleich weiss. Vor allem zwischen Raureif und Raueis gibt es entscheidende Unterschiede.
Raureif
Raureif entsteht meist an windgeschützten Orten nahe der Nebelobergrenze oder am Rand des Nebels.
Damit Raureif entstehen kann, braucht es eine hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen unter -8 Grad. Unter diesen Bedingungen beginnt Wasserdampf aus der Luft zu resublimieren und es bilden sich langsam Eiskristalle an Ästen und Blättern.
Beim Resublimieren geht ein Stoff direkt vom gasförmigen in den festen Zustand über. Der flüssige Zustand wird dabei komplett übersprungen. In der Natur bedeutet das: Unsichtbarer Wasserdampf aus der Luft geht bei ausreichend tiefen Temperaturen direkt in feste Eiskristalle (Raureif) über.
Aber auch im Nebel selbst können Eisskulpturen entstehen:
Raueis
Bei Temperaturen von -2 bis -10 Grad gefrieren unterkühlte Nebeltröpfchen an Ästen und Pflanzen fest. Das funktioniert besonders gut, wenn Wind immer neue Nebeltröpfchen herbeiführt.
In den vergangenen Tagen bildete sich durch die anhaltende Bise und den Hochnebel teils viel Raueis.
Meteo, 4.11.26, 12:50 Uhr
Source: SRF · Timothy Schwitter
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