Podcast «NZZ Akzent»
Ob Nachrichten, Talkshows oder Unterhaltungsformate – das russische Fernsehen ist von Kriegspropaganda durchzogen. Die Redaktorin Inna Hartwich hat sich angeschaut, wie der Kreml Tag für Tag Russland als friedliebend und den Westen als Feind darstellt.
28.10.2026, 05.30 Uhr
Kreml-Propaganda im TV: Wie Russland das Feindbild Westen zementiert
Lillybelle Eisele mit Inna Hartwich
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In dieser Podcast-Episode:
Ein Soldat im Schützengraben, brennende Häuser und kreisende Drohnen: Wer in Russland morgens den Fernseher einschaltet, findet sich mitten im Kriegsgeschehen wieder. In russischen Sendungen ist der Krieg omnipräsent. Selbst in der beliebten Dating-Show «Lass uns heiraten!» sucht ein Frontsoldat in Uniform nach einer langhaarigen «Bewahrerin der Häuslichkeit».
Die Berichterstattung folgt dabei einem Drehbuch aus der Präsidialverwaltung im Kreml. In wöchentlichen Sitzungen wird das genaue Wording festgelegt: Russland als friedliebende Nation, die sich gegen einen aggressiven, russophoben Westen verteidigen muss.
Das Ergebnis sei eine hochgradig konstruierte Realität, die durch ständige Wiederholung selbst bei skeptischen Beobachtern Zweifel säe, sagt die NZZ-Redaktorin Inna Hartwich. Sie hat sich eine Woche lang verschiedene Sendungen im russischen TV angeschaut. Wie die Propaganda im Alltag wirkt und welche Gräben sie zwischen Russland und Europa aufreisst, erklärt Hartwich in dieser Folge von «NZZ Akzent».
Alle Episoden von «NZZ Akzent» finden Sie in dieser Übersicht.
Source: Neue Zürcher Zeitung · Lillybelle Eisele
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