• Nach der Bancomaten-Sprengung in Beringen SH wurden in den Niederlanden drei mutmassliche Täter gefasst – die Schweiz verlangt ihre Auslieferung.
  • Die Ermittlungsbehörden stellten bei den Verdächtigen mutmassliches Beutegeld aus der Tat sicher.
  • Geprüft wird ein Zusammenhang mit einer ähnlichen Sprengung in Thayngen SH Ende September.

Rund um die Sprengung eines Geldautomaten im schaffhauserischen Beringen vom vergangenen Montag vermelden die Strafverfolgungsbehörden einen schnellen Ermittlungserfolg. In enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Polizei (Fedpol), der Schaffhauser Polizei sowie ausländischen Partnerbehörden konnten in den Niederlanden drei Tatverdächtige festgenommen werden. Dies bestätigte die Bundesanwaltschaft (BA) gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Bei dem Zugriff stellten die Einsatzkräfte Bargeld sicher, das mutmasslich aus dem Beringer Automaten stammt. Details zu den Personalien nannte die Bundesanwaltschaft vorerst nicht, kündigte jedoch an, ein Auslieferungsgesuch an die niederländischen Justizbehörden zu stellen.

Feuer und Evakuierung in Beringen

Die Tat in Beringen hatte sich am frühen Montagmorgen ereignet und erhebliche Schäden hinterlassen. Durch die Wucht der Explosion geriet ein angrenzendes Wohnhaus in Brand. Insgesamt 13 Bewohnerinnen und Bewohner mussten mitten in der Nacht evakuiert werden. Den Tätern war zunächst die Flucht ins Ausland gelungen.

Legende: Tatort Beringen: Nach der Sprengung des Geldautomaten und dem Brand in einem Wohnhaus konnten drei Tatverdächtige in den Niederlanden verhaftet werden – mutmassliches Beutegeld wurde sichergestellt. KEYSTONE/Michael Buholzer

Im Fokus der Ermittler steht nun auch ein zweiter Fall aus der Region: Am 30. September war bereits in Thayngen SH ein Geldautomat attackiert worden. «Ein möglicher Zusammenhang mit der Geldautomaten-Sprengung in Thayngen ist ebenfalls Teil der laufenden Untersuchung», hielt die Bundesanwaltschaft fest.

Damals verlief die Aktion für die Täterschaft allerdings erfolglos: Die Kriminellen zogen ohne Beute ab. Einer der Beteiligten hatte sich bei der Explosion schwere Verletzungen an Hand und Oberschenkel zugezogen und war direkt vor Ort festgenommen sowie hospitalisiert worden. Seine beiden Komplizen konnten damals entkommen.

Source: SRF · 21.10.2026, 17:12

At a glance

Topic
World
Country
🇨🇭 CH
Publisher language
DE
Added to Allnira