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- Der Berner Regierungsrat Pierre Alain Schnegg und der Tessiner Ständerat Marco Chiesa kandidieren für die Bundesratsersatzwahl. Das gaben sie am Donnerstag bekannt.
- Daneben bewerben sich auch die Genfer Nationalrätin Céline Amaudruz und der Solothurner SVP-Nationalrat Rémy Wyssmann um die Nachfolge von Guy Parmelin.
- Die Anmeldefrist für den frei werdenden Sitz im Bundesrat läuft am Freitagmittag ab. Die Ersatzwahl findet am 9. Dezember statt.
Marco Chiesa (52) hat seine Bereitschaft für eine Kandidatur in einem Interview mit Teleticino und Ticinonews bestätigt. Obwohl das Tessin bereits mit Ignazio Cassis (FDP) in der Regierung vertreten sei, betonte Chiesa, man müsse «an eine mittelfristige Repräsentativität» denken. Als Tessiner müsse man die ganze Schweiz kennen, die Sprachen sprechen und die Kulturen kennen.
Chiesa verweist dabei auf seinen politischen Werdegang vom Gemeinderat über das Präsidium der SVP Schweiz (2020–2024) und aktuell als Stadtrat von Lugano. Dort ist er für das Departement für Finanzen, Rechtsfragen und Informatik zuständig. Chiesa ist seit 2019 Mitglied des Ständerats, nachdem er zuvor vier Jahre lang im Nationalrat sass.
Das sind mögliche Bundesratskandidatinnen und -kandidaten
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Bild 1 von 8. Marco Chiesa. Der Tessiner Ständerat Marco Chiesa ist von der Kantonalpartei bei der Auswahlkommission der SVP Schweiz offiziell vorgeschlagen worden. Sein Trumpf sei seine Tessiner Herkunft, obwohl der Kanton mit Ignazio Cassis (FDP) bereits in der Regierung vertreten sei. Man müsse aber «an eine mittelfristige Vertretung» im Bundesrat denken. Bildquelle: KEYSTONE / Peter Schneider.
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Bild 2 von 8. Pierre Alain Schnegg. Der Berner Regierungspräsident Pierre Alain Schnegg steigt ins Rennen um die Nachfolge von Guy Parmelin, wie die SVP Kantonalpartei Bern bekannt gab. Bildquelle: KEYSTONE / Anthony Anex.
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Bild 3 von 8. Rémy Wyssmann. Rémy Wyssmann, Solothurner Parteipräsident und Nationalrat, will Bundesrat werden. Die Kandidatur des Anwalts und Dozents gilt eher als überraschend. Bildquelle: KEYSTONE / Peter Schneider.
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Bild 4 von 8. Céline Amaudruz. Céline Amaudruz ist SVP‑Nationalrätin aus Genf und Mitglied im nationalen Parteivorstand. Sie hat ihre Bereitschaft für eine Kandidatur offiziell bekanntgegeben: Amaudruz gilt als chancenreichste Kandidatin aus der Romandie. Bildquelle: KEYSTONE / Urs Flüeler.
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Bild 5 von 8. Thomas Aeschi. Thomas Aeschi, Zuger Nationalrat und SVP‑Fraktionspräsident. Er gehört seit Jahren zu den aussichtsreichsten Kandidaten, auch wenn seine Chancen durch die Wahl des ebenfalls aus Zug stammenden Martin Pfister (Mitte) gesunken sein dürften. Bildquelle: KEYSTONE / Peter Schneider.
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Bild 6 von 8. Thomas Matter. Thomas Matter, SVP-Nationalrat, Parteivizepräsident und Verwaltungsratspräsident der Helvetischen Bank prüft eine Kandidatur für den Bundesrat, wie er dem «Sonntagsblick» gesagt hat. Bildquelle: Keystone.
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Bild 7 von 8. Franz Ruppen. Nachdem er von Esther Friedli (SG) vorgeschlagen wurde, überlegt sich auch der Walliser SVP-Staatsrat Franz Ruppen eine Kandidatur. Seinen Entscheid will Ruppen bis Ende nächster Woche bekanntgeben. Bildquelle: KEYSTONE / Cyril Zingaro.
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Bild 8 von 8. Benjamin Giezendanner. SVP-Nationalrat Benjamin Giezendanner (AG) schliesst laut der «Sonntagszeitung» eine Kandidatur nicht aus. Giezendanner würde sich eine Kandidatur überlegen, falls die Partei auf ihn zukomme, sagte auf Anfrage der Zeitung. Bildquelle: KEYSTONE / Alessandro della Valle.
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Chiesa habe «einen bedeutenden Teil seines Lebens dem öffentlichen Engagement» gewidmet, teilte die Tessiner SVP-Sektion am Abend mit. Vom Gemeinderat über den Tessiner Grossen Rat bis hin zum National- und Ständerat habe er fundierte Kenntnisse «über das Funktionieren unserer Institutionen und der Schweizer Demokratie» erworben.
Schnegg sieht Romandie mit zwei Mitgliedern im Bundesrat
Auch der Berner Regierungspräsident Pierre Alain Schnegg (63) stellt sich laut der SVP Bern für die Parmelin-Nachfolge zur Verfügung. Er sei «von verschiedenen Leuten» angefragt worden, ob er nicht kandidieren möchte, sagte Schnegg gegenüber SRF. Nach langen Diskussionen, unter anderem mit seiner Familie, habe er sich dazu entschieden, sich zur Verfügung zu stellen.
Würde Schnegg gewählt, sässen mit ihm und Albert Rösti zwei Mitglieder aus dem Kanton Bern in der Landesregierung. Er glaube nicht, dass zwei Bundesräte aus einem Kanton einer zu viel seien, sagte er im Radio SRF. Das habe es auch schon gegeben. Zudem sei er ein Romand und überzeugt, dass die Romandie im Bundesrat weiterhin mit zwei Personen vertreten sein müsse.
Pierre Alain Schnegg ist seit zehn Jahren Regierungsrat in Bern. 2016 sicherte er sich in einer Ersatzwahl den verfassungsmässig garantierten Jura-Sitz in der Berner Kantonsregierung. Seither ist der Regierungsrat wieder bürgerlich dominiert. Die Wiederwahl schaffte Schnegg in den Jahren 2018, 2022 und 2026 problemlos. Er steht der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion vor.
Parlament entscheidet am 9. Dezember
Die Einreichefrist läuft bis Freitagmittag um 12 Uhr. Am 20. November soll die SVP-Fraktion entscheiden, wer auf das offizielle SVP-Ticket für die Ersatzwahl kommt. Am 9. Dezember entscheidet dann die Vereinigte Bundesversammlung über die Nachfolge von Guy Parmelin.
SRF 4 News, 22.10.2026, 19:00 Uhr ; sda/rsi/kurn;
Source: SRF · 22.10.2026, 18:29
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