Monatlich 1000 Franken für Junge, mehr Abzüge für Gutverdiener: Der Bundesrat schickt die IV-Reform in die Vernehmlassung

Der Bundesrat hat am Mittwoch die Vernehmlassung zur IV-Integrationsreform eröffnet. Die Reform soll die berufliche Eingliederung stärken und die IV finanziell stabilisieren.

04.11.2026, 16.18 Uhr

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Die Beiträge für die Invalidenversicherung sollen steigen.

Die Beiträge für die Invalidenversicherung sollen steigen.

Gaetan Bally / Keystone

Der Bundesrat will die Invalidenversicherung reformieren. Anlass ist der starke Anstieg der Neurenten, vor allem bei 18- bis 24-Jährigen mit psychischen Erkrankungen. Für diese Gruppe ist eine neue Integrationsleistung vorgesehen: rund 1000 Franken im Monat plus eine enge Beratung durch die IV-Stelle. Sie betrifft schätzungsweise 1000 Personen. Für alle Altersgruppen soll die Fallführung gesetzlich verankert und der Zugang zu Aus- und Weiterbildungen verbessert werden.

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Finanziell steht die IV unter Druck. Ohne Gegenmassnahmen wäre ihr Vermögen voraussichtlich 2031 aufgebraucht, wie der Bundesrat in der Mitteilung schreibt. Der Bundesrat will deshalb die Ausgaben senken: Für eine ganze Rente soll künftig ein Invaliditätsgrad von 80 statt 70 Prozent nötig sein, und das Taggeld für Personen ohne Unterhaltspflicht würde gekürzt. Damit sinken die Ausgaben bis 2030 um geschätzt 150 Millionen Franken.

Gutverdiener zahlen befristet mehr für die IV

Auf der Einnahmenseite will der Bundesrat dauerhaft die Versichertenbeiträge um 0,2 Prozentpunkte erhöhen. Zudem soll die Spielbankenabgabe künftig nicht mehr nur der AHV, sondern auch der IV zufliessen.

Gutverdiener werden für die Invalidenversicherung stärker zur Kasse gebeten: Befristet auf die Jahre 2030 bis 2039 sollen ausserdem Zusatzbeiträge von 0,6 Prozentpunkten auf Einkommen ab 181 440 Franken fällig werden.

Die Vernehmlassung dauert bis zum 4. Februar 2027.

Mehr folgt.

Source: Neue Zürcher Zeitung

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