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Designierter Rieter-CEO tritt neuen Posten nach Streit um Bonus nicht an +++ Kaufangebot für Meier Tobler

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04.11.2026, 08.05 Uhr

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Simon Tanner / NZZ

Nach Differenzen wegen Bonus: Rieter ernennt per sofort neuen CEO

lip. Der Schweizer Textilmaschinenhersteller Rieter hat überraschend Georg Stausberg als CEO eingesetzt. Das teilt das Unternehmen am Mittwoch (4. 11.) mit. Eigentlich sollte Daniel Lippuner per Anfang November die Nachfolge Thomas Oetterli antreten. Doch «aufgrund unüberbrückbarer Differenzen» trete dieser seine Stelle nicht an, schreibt Rieter. Grund ist ein Streit um zusätzliche Forderungen zu seiner Vergütung, insbesondere seines Bonus.

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Nun übernimmt per sofort Georg Stausberg, bisheriger CEO der Firma Barmag, die im Februar von Rieter übernommen wurde. Stausberg ist seit der Übernahme auch Mitglied der Rieter-Konzernleitung. Er verfüge über mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung in der internationalen Textilmaschinenindustrie, schreibt Rieter.

Der Winterthurer Traditionskonzern kämpft mit schwindenden Aufträgen und unternahm unter Oetterli, der auch das Präsidium im Verwaltungsrat innehatte, eine grosse Restrukturierung. Trotzdem musste er wegen der schwachen Nachfrage zuletzt seine Umsatzprognose nach unten korrigieren.

Schwedischer Händler will Meier Tobler übernehmen

lip. Für die auf Heiz- und Sanitärtechnik spezialisierte Schweizer Handelsfirma liegt ein öffentliches Kaufangebot vor. Die schwedische Ahlsell-Gruppe bietet den Aktionären 45 Franken 50 pro Aktie, wie Meier Tobler am Mittwoch (4. 11.) bekanntgibt. Der Gesamtwert des Angebots beläuft sich auf rund 492 Millionen Franken.

Der Verwaltungsrat empfiehlt den Aktionären einstimmig, das Angebot anzunehmen. «Das Unternehmen erhält einen starken Eigentümer aus der eigenen Branche, und die Aktionärinnen und Aktionäre erhalten einen fairen Preis mit einer attraktiven Prämie», wird Verwaltungsratsmitglied Alexander von Witzleben zitiert. Auch Verwaltungsratspräsident und Hauptaktionär Silvan G.-R. Meier unterstützt den Schritt, wodurch ein substanzieller Anteil der nötigen Mindestannahmequote von 80 Prozent bereits erreicht ist.

Ahlsell wolle die Arbeitsplätze sowie die lokale Präsenz in der Schweiz erhalten, schreibt Meier Tobler. Unter dem Dach des nordischen Grosshändlers soll Meier Tobler weiterhin als eigenständiges Unternehmen bestehen bleiben. Der Vollzug wird im ersten Quartal 2027 erwartet.

Gewinn von BMW schrumpft

(dpa) BMW macht immer weniger Gewinn. Im dritten Quartal hat der Konzern nach Steuern 1,45 Milliarden Euro verdient, wie er mitteilt. Das waren knapp fünfzehn Prozent weniger als vor einem Jahr. Zudem sind die Aussichten für das laufende vierte Quartal nach einer Gewinnwarnung am Dienstagabend schlecht.

Entscheidender Treiber für den Rückgang ist das schlechte Geschäft in China. Wie alle deutschen Hersteller leidet BMW darunter, dass der wichtigste Automobilmarkt der Welt schrumpft und gleichzeitig von immer stärkerer Konkurrenz und heftigen Preiskämpfen geschüttelt wird. Auch BMW büsste dort rund ein Viertel seines Absatzes ein.

Die Münchner sind allerdings nicht so stark vom chinesischen Markt abhängig wie beispielsweise Audi. Zudem hatten sie zumindest einen Teil der Rückgänge durch Zuwächse in Europa und den USA auffangen können, so dass der Absatz nur um 6,3 Prozent nachgab.

Schon am Vorabend der Quartalszahlen hatte BMW eine Gewinnwarnung herausgegeben. Es war bereits die zweite im laufenden Jahr, die dritte binnen dreizehn Monaten. Die Marge im Automobilgeschäft vor Finanzergebnis (Ebit) wird für das laufende Jahr nun zwischen minus 0,5 und plus 0,5 Prozent erwartet. Bisher lag die Prognose bei 1 bis 3 Prozent. Das bedeutet, dass das Unternehmen im Kerngeschäft Geld verlieren könnte. Schuld ist ausgerechnet der Erfolg des Sparprogramms, dessen Kosten – zusammen mit anderen Effekten – auf die Profitabilität drücken.

Source: Neue Zürcher Zeitung

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