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Philippe Jaenada gewinnt den wichtigsten Literaturpreis Frankreichs +++ Deep Purple verschieben Europa-Tour
Die neuesten Meldungen aus dem Feuilleton.
03.11.2026, 14.33 Uhr
11 Leseminuten
AktualisiertKurzmeldungen Feuilleton
Illustration Simon Tanner / NZZ / Neue Zürcher Zeitung
Prix Goncourt für französischen Schriftsteller Philippe Jaenada
(dpa) Der französische Schriftsteller Philippe Jaenada hat den renommierten Prix Goncourt 2026 gewonnen. Der 62-Jährige wurde für seinen Roman «L'Inconnue du quai de Javel» («Die Unbekannte vom Quai de Javel») ausgezeichnet, wie die Jury in Paris bekanntgab. Der Autor beschäftigt sich seit über zehn Jahren vor allem mit historischen Kriminalfällen.
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In dem rund 530 Seiten starken Roman nimmt Jaenada einen ungeklärten Mordfall aus dem Jahr 1949 in Paris in den Blick. Im Mittelpunkt steht Louise Cansot, die eines der gefragtesten Modelle der Künstler im Viertel Montparnasse war. Auf dem deutschen Buchmarkt ist Jaenada bislang kaum präsent; seine Romane sind hier bisher nicht in grösserem Umfang in Übersetzungen erschienen.
Jaenada stützt sich bei der Rekonstruktion des Falls auf Gerichtsakten, historische Archive und Recherchen an den Schauplätzen. Seine Bücher verbinden akribische Recherche mit Humor, Abschweifungen und einem besonderen Gespür für die Figuren.
Der Prix Goncourt gilt als bedeutendste literarische Auszeichnung Frankreichs. Er ist zwar nur mit einem symbolischen Preisgeld von zehn Euro dotiert, sorgt aber traditionell für einen erheblichen Anstieg der Buchverkäufe und internationale Aufmerksamkeit.
Die diesjährige Preisvergabe war von einer Debatte über künstliche Intelligenz in der Literatur überschattet. Wegen des Verdachts auf KI-Einsatz hat die Jury den kanadisch-haitianischen Schriftsteller Thélyson Orélien und dessen Roman «C'était ça ou mourir» aus der Goncourt-Auswahl genommen.
Sänger Ian Gillan an einem Konzert in Oslo im Oktober 2026.
Gonzales Photo / Terje Dokken / Imago
Deep Purple verschieben gesamte Europa-Tour
(dpa) Nach den kurzfristigen Absagen in Leipzig und Hamburg verschiebt Deep Purple auch alle weiteren Konzerte ihrer Europa- und UK-Tour. Grund ist ein medizinischer Notfall von Sänger Ian Gillan. Während es Aufenthalts in Leipzig musste der 81-jährige Gillan im Spital behandelt werden. Auf ärztlichen Rat habe die Band entschieden, die Tour bis auf weiteres zu unterbrechen, teilte sie mit.
Betroffen sind neben den bereits ausgefallenen Auftritten in Leipzig (31. Oktober) und Hamburg (1. November) auch die Konzerte am 3. November in Dortmund, am 4. November in Berlin, am 6. November in Frankfurt und am 7. November in Nürnberg.
In einem persönlichen Statement bedankte sich Gillan für die zahlreichen Genesungswünsche. Er habe gehofft, die Tour noch beenden zu können. Dies wäre jedoch mit «sehr ernsten Risiken» verbunden gewesen. Deshalb sei die Entscheidung zur Unterbrechung gemeinsam mit seinem Ärzteteam und dem Management gefallen. Zugleich entschuldigte sich der Sänger bei den Fans für die Unannehmlichkeiten.
Das Statement veröffentlichte die Band am Montag (2. 11.) auf Instagram. Deep Purple, eine der bekanntesten britischen Hardrockbands, arbeitet nach eigenen Angaben bereits an Nachholterminen. Wann diese stattfinden, ist jedoch noch offen. Bereits gekaufte Tickets sollen für die Ersatzkonzerte ihre Gültigkeit behalten.
Satiriker Joseph von Westphalen ist tot
(dpa) Der für seine bissig-satirischen Texte bekannte deutsche Schriftsteller und Journalist Joseph von Westphalen ist tot. Er sei bereits am 29. Oktober im Alter von 81 Jahren gestorben, bestätigte die Penguin Random House Verlagsgruppe unter Berufung auf die Familie des Verstorbenen am Dienstag (3. 11.).
Mehrere Medien hatten darüber berichtet. Berühmt wurde der Münchner Autor unter anderem mit gesellschaftssatirischen Romanen über den ehemaligen Diplomaten Harry von Duckwitz – sein Alter Ego, wie von Westphalen zugab.
In den 90er Jahren erweckte der Autor diesen adeligen Schürzenjäger und Alt-68er in einer Trilogie zum Leben – die Romane tragen die Titel «Im diplomatischen Dienst» (1991), «Das schöne Leben» (1993) und «Die bösen Frauen» (1996). Die Geschichten drehten sich auch um von Westphalens Verwandtschaft, zu der Jenny von Westphalen zählt, die Ehefrau des Philosophen und Ökonomen Karl Marx («Das Kapital»).
Der Verlag nannte von Westphalen eine der eigenwilligsten und profiliertesten Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur – mit grosser Liebe für den Jazz. Als Kolumnist wie auch als Schriftsteller sei es ihm stets darum gegangen, kulturelle, politische und gesellschaftliche Missstände aufzudecken, sagte die btb- und Luchterhand-Verlegerin Grusche Juncker.
Regina Ziegler bei der Premiere des Kinofilms «Heimsuchung» am 6. Oktober dieses Jahres in Berlin.
Imago
Filmproduzentin Regina Ziegler mit 82 Jahren gestorben
(dpa) Sie zählte zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Film- und TV-Branche und sie war die erste Frau, die in Deutschland eine Produktionsfirma gründete. Nun ist die erfolgreiche Filmproduzentin Regina Ziegler tot. Sie starb unerwartet mit 82 Jahren in Berlin, wie ein Sprecher der Ziegler Film GmbH der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung berichtet.
«Mit grosser Bestürzung und tiefer Trauer müssen wir mitteilen, dass Regina Ziegler heute Morgen, am 1. November, verstorben ist», hiess es auf der Seite des Unternehmens. «Mit ihr verlieren wir nicht nur die Gründerin von Ziegler Film, sondern auch eine aussergewöhnliche Persönlichkeit, die die deutsche Film- und Fernsehlandschaft über Jahrzehnte geprägt hat.»
Ziegler, die am 8. März 1944 in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt geboren wurde, gewann im Laufe ihrer mehr als 50 Jahre dauernden Karriere zahlreiche Preise. Vor rund drei Wochen war sie noch gemeinsam mit Schriftstellerin Jenny Erpenbeck und Regisseur Volker Schlöndorff bei der Frankfurter Buchmesse gewesen. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer würdigte Zieglers Verdienste: «Ihr Wirken hat die deutsche Filmkultur bereichert und wird weit über ihren Tod hinaus nachwirken.»
Die Grande Dame der deutschen Fernsehbranche arbeitete neben Schlöndorff mit weiteren Stars wie Rainer Werner Fassbinder («Kamikaze 1989») oder Ulrich Schamoni («Chapeau Claque») zusammen. Wiederholt produzierte sie Filme ihres zweiten Ehemanns, Regisseur Wolf Gremm («Fabian»). Und sie stand für TV-Hits wie «Weissensee» (ARD), «Familie Bundschuh» und «Kommissarin Heller» (beide ZDF). Weit mehr als 500 Produktionen realisierte Ziegler, sie prägte mehr als 50 Jahre die deutsche Film- und Fernsehlandschaft.
Ziegler erhielt im Laufe ihrer langen Karriere zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Deutschen Filmpreis, einen Emmy, den Grimme-Preis. Dür ihr Lebenswerk wurde sie im Jahr 2024 mit dem Deutschen Gründerpreis ausgezeichnet. «Ihre Leidenschaft für Geschichten, ihr unermüdlicher Einsatz für den Film und ihr Mut werden uns immer in Erinnerung bleiben», schrieben ihre Tochter Tanja Ziegler und das Team zum Tod der Produzentin.
Haftbefehl veröffentlicht Song trotz angekündigter Auszeit
(dpa) Inmitten einer angekündigten Pause hat der deutsche Rapper Haftbefehl einen gemeinsamen Song mit Rapper Milonair veröffentlicht. Der rund zweiminütige Track «GEN 100» erschien in der Nacht auf Freitag (30. 10.), genauso wie ein Musikvideo dazu. Wann der Song produziert wurde, ist unklar.
In dem Lied rappt Haftbefehl unter anderem, er sei «kein Deutscher, nein, ich bin 069er». 069 ist die Vorwahl von Offenbach und Frankfurt am Main im Bundesland Hessen. Haftbefehl kommt aus Offenbach und lebt mit seiner Familie in der Region Stuttgart.
Zuletzt wurde der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Aykut Anhan heisst, in einer Reha-Klinik behandelt, nachdem er aus dem Spital entlassen worden war. Sein Management berichtete vor mehreren Tagen, ihm gehe es gut und jeden Tag werde es besser. Er werde sich für eine längere Zeit eine Auszeit nehmen.
Elke Sommer 1968 im Film «The Wicked Dreams Of Paula Schultz».
Imago
Schauspielerin Elke Sommer im Alter von 85 Jahren gestorben
(dpa) Die langjährige Hollywood-Schauspielerin Elke Sommer ist tot. Sie starb wenige Tage vor ihrem 86. Geburtstag, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag (30. 10.) aus dem Umfeld der Schauspielerin erfuhr. «Sie ist friedlich, wie gewünscht, zu Hause eingeschlafen», hiess es. Zuerst hatte die «Bild» über den Tod der Schauspielerin berichtet.
Sommer, als Pfarrerstochter im fränkischen Örtchen Marloffstein bei Erlangen aufgewachsen und nach einer Miss-Wahl im italienischen Viareggio entdeckt, war eine der ersten Künstlerinnen der damals noch jungen Bundesrepublik Deutschland, die den Sprung nach Hollywood geschafft hatte. Für ihre Rolle in dem Film «Der Preis» an der Seite von Paul Newman erhielt sie einen Golden Globe. In der Folgezeit stand sie mit internationalen Filmgrössen wie Jean Gabin, Curd Jürgens, Sean Connery, Michel Piccoli oder Alain Delon vor der Kamera.
Zweimal posierte Elke Sommer auch für den «Playboy». Der Schah von Persien soll ihr für eine gemeinsame Nacht ein Collier mit Smaragden und Diamanten geboten haben, hiess es. Sommer lehnte ab. Sie war mehr als 30 Jahre lang mit dem New Yorker Hotelmanager Wolf Walther verheiratet, der im Sommer dieses Jahres einem Krebsleiden erlegen war.
Patrick Stewart wurde durch seine Rolle in der Science-Fiction-Serie «Star Trek» bekannt.
Richard Shotwell / AP
Schauspieler Patrick Stewart ist im Alter von 86 Jahren gestorben
wek. Der britische Schauspieler Patrick Stewart ist tot. Er starb am Mittwoch (28. 10.) in seinem Zuhause in Los Angeles nach einer Alzheimer-Erkrankung und der Lewy-Körperchen-Demenz, wie seine Sprecherin Kelly Bush Novak mitteilte.
Weltweit bekannt wurde Stewart mit der 1980er-Jahre durch seine Rolle in der Science-Fiction-Serie «Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert». Sieben Staffeln lang spielte er Captain Jean-Luc Picard, den Kommandanten des Raumschiffs. Auch in vier Kinofilmen übernahm er die Rolle. Zudem verkörperte er Professor Charles Xavier in den «X-Men»-Filmen.
Neben seiner Tätigkeit in Hollywood war Stewart ein gefragter Theater-Darsteller. Von 1966 bis 1982 spielte er zahlreiche Shakespeare-Rollen als Mitglied des Kernteams der Royal Shakespeare Company. 201o wurde er von Königin Elizabeth II. für seine Verdienste um die Schauspielkunst zum Ritter geschlagen.
Der iranische Regisseur Jafar Panahi wurde zu einer weiteren Haftstrafe verurteilt.
Scott A Garfitt / AP
Fünf weitere Jahre Haft für iranischen Regisseur Panahi
(dpa) Der renommierte iranische Regisseur Jafar Panahi ist laut einem Bericht zu einer weiteren mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Ein Revolutionsgericht in der Hauptstadt Teheran habe ihn zu fünf Jahren und einem Monat Gefängnis verurteilt, berichtete die Zeitung «Emtedad» am Mittwoch (28. 10.) unter Berufung auf Panahis Anwalt Mostafa Nili. Ausserdem soll sein gesamtes Vermögen beschlagnahmt werden. Darüber hinaus sei eine zweijährige Ausreisesperre verhängt worden.
Der 66-jährige Panahi war Anfang April mitten im Krieg zurück in seine Heimat gereist. «Vergangene Woche teilte mein Mandant mit, dass seine Bankkonten gesperrt wurden», sagte Nili der Zeitung. Seine Nachforschungen bei der Justiz hatten aufgedeckt, dass Panahi in Abwesenheit verurteilt worden war.
Zuvor hatte die iranische Justiz den Starregisseur wegen «Propaganda gegen das System» bereits zu einem Jahr Haft verurteilt. Als zentralen Beweis führte ein Gericht seinen heimlich gedrehten Film «Ein einfacher Unfall» an. Das Werk gewann 2025 die Goldene Palme in Cannes und war zudem für die Golden Globes und die Oscars nominiert. Panahi gilt seit Jahren als prominenter Kritiker in Iran. Er war von Juli 2022 bis Februar 2023 inhaftiert.
Niederlande boykottieren ESC 2027 wegen der Teilnahme Israels
(dpa) Die Niederlande werden auch im nächsten Jahr wegen der Teilnahme Israels dem Eurovision Song Contest (ESC) fernbleiben. Der öffentliche Rundfunkverband NPO zog seine zunächst erteilte Zusage zurück. Es gebe «unzureichende Unterstützung» bei den Sendern, teilte der Verband in Hilversum mit.
Noch im September hatte NPO entschieden, wieder an dem Wettbewerb teilzunehmen. Der niederländische Beitrag sollte ein Gemeinschaftsprojekt des öffentlichen Rundfunks werden. Doch der Widerstand bei den einzelnen Sendern war zu gross. Der nationale Nachrichtensender NOS wird aber die Halbfinals und das Finale ausstrahlen.
Im vergangenen Jahr hatten die Niederlande bereits den ESC in Wien wegen der Teilnahme Israels boykottiert. Im August hatte der verantwortliche Sender Avrotros erneut entschieden, sich wegen der Teilnahme von Israel nicht an dem Musikwettbewerb zu beteiligen.
Auch Irland hält am Boykott fest und wird im nächsten Jahr aus Protest gegen Israels Vorgehen im Gazastreifen nicht am ESC teilnehmen. Irland und die Niederlande gehörten zu den fünf Ländern, die bereits den vorigen Eurovision Song Contest in Wien boykottiert hatten. Der nächste ESC findet im Mai 2027 in Burgas an der bulgarischen
Rapper Jay-Z wird bei der Halbzeit-Show des nächsten Super Bowls auftreten.
Frank Franklin / AP
Der Rapper Jay-Z wird bei der nächsten Halbzeit-Show des Super Bowl auftreten
(dpa) Rapper Jay-Z wird im kommenden Februar bei der Halbzeit-Show des Super Bowl auftreten. Das teilten Apple Music, die National Football League und Roc Nation am Dienstag (27. 10.) mit. «Dreissig Jahre Musik, Arbeit und Kultur auf der grössten Bühne der Welt. Dieser Weg ist weiterhin wie ein wahr gewordener Traum», sagte der Musiker in einer Pressemitteilung.
Das Endspiel der Saison im American Football findet am 14. Februar 2027 im SoFi Stadium in Inglewood im amerikanischen Gliedstaat Kalifornien statt. Im vergangenen Frühjahr war Latin-Superstar Bad Bunny beim Super Bowl aufgetreten.
Der deutsche Autor Joachim Lottmann ist tot
(dpa) Der selbst ernannte Elder Statesman der Pop-Literatur, Schriftsteller Joachim Lottmann, ist tot. Er starb nach schwerer Krankheit am Sonntag im Alter von 70 Jahren, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Montag (26. 10.) aus dem persönlichen Umfeld des deutschen Autors erfuhr. Mehrere Medien hatten darüber berichtet.
Lottmann hatte seine Krebserkrankung öffentlich gemacht und mitgeteilt, dass er nicht mehr lange leben werde. Zuletzt lag der Autor in einem Wiener Hospiz. Seit Anfang 2026 dokumentierte Lottmann unter dem Titel «Langweiliges Tagebuch» seine Erkrankung im Internet, sein Hoffen und Bangen. «Sterben ist langweilig», schrieb er darin. «Man fährt mich zum Röntgen. Das Wasser ist noch immer in der Lunge. Ich kann nicht mehr atmen, nicht mehr denken. Nur noch schreiben.» In seinem letzten Tagebuch-Beitrag schrieb er am vergangenen Freitag mit Blick auf die medizinische Versorgung, eigentlich müsse es doch aufwärtsgehen. «Tut es aber nicht. Ich erwarte täglich das Aus. Tod durch Ersticken.»
Lottmann gilt vielen als Nestor der deutschen Pop-Literatur. 1956 in Hamburg geboren und anschliessend in Bayern aufgewachsen, ist er eher zu den älteren Vertretern der «Generation Golf» zu zählen. Mehr als ein Dutzend Bücher hat Lottmann geschrieben, teils gnadenlose, teils diffamierende Abrechnungen mit der Gesellschaft und dem Kulturbetrieb. Er scheute sich nicht, Namen zu nennen. Manch Freundschaft ging dabei zu Bruch. Der Autor mit Hang zur Selbstinszenierung nahm es dabei mit der Wahrheit nicht immer ganz genau. «Alles neu erfinden, alles umlügen, dass sich die Balken biegen, aber so verblüffend intim, dass es jeder glaubt», schrieb er.
Jüngst erschienen von Lottmann die Kurzgeschichte «Tesla» in der Anthologie «Liebe im Transit» (herausgegeben von Tex Rubinowitz) und in Buchform der wiederentdeckte Roman «Port Stanley ist gefallen».
Das Gemälde «Iris» im Musée Marmottan Monet in Paris.
Mohammed Badra / EPA
«Iris» von Claude Monets für 50 Millionen Euro versteigert
Das Gemälde «Iris» von Claude Monets ist für 50 Millionen Euro versteigert worden, wie Reuters vermeldet. Laut Sotheby’s ist es damit das teuerste jemals in Frankreich versteigerte Kunstwerk.
Nach einem rund einstündigen Bieterwettstreit erhielt ein asiatischer Sammler den Zuschlag. Der Schätzpreis hatte bei 22 bis 30 Millionen Euro gelegen. Den bisherigen Rekord hielt ein Werk von Amedeo Modigliani, das 2010 für 43,2 Millionen Euro verkauft worden war.
Tom Skerritt in einem Foto aus dem Jahr 2012.
Jordan Strauss / AP
Top-Gun-Star Tom Skerritt gestorben
(dpa) Der aus Filmen wie «Top Gun» und «Alien» bekannte Schauspieler Tom Skerrit ist tot. Er sei im Alter von 93 Jahren gestorben, berichteten mehrere amerikanische Medien unter Berufung auf seine Familie und sein Management. Skerritt war mehr als sechs Jahrzehnte in Film und Fernsehen präsent. Das Branchenportal «Variety» schrieb, er sei am Mittwoch (Ortszeit) eines natürlichen Todes gestorben.
Skerritt wurde 1933 in Detroit im amerikanischen Gliedstaat Michigan geboren und begann seine Schauspielkarriere in den Sechzigerjahren. In dem Science-Fiction-Klassiker «Alien» (1979) spielte er den Raumschiffkapitän Dallas, in «Top Gun» (1986) verkörperte er an der Seite von Tom Cruise Commander Mike «Viper» Metcalf. Für seine Rolle als Sheriff Jimmy Brock in der amerikanischen Fernsehserie «Picket Fences» gewann er 1993 einen Emmy als bester Hauptdarsteller einer Dramaserie. Eines seiner letzten Projekte war das 2021 erschienene Filmdrama «East of the Mountains».
Eminem – mit bürgerlichem Namen Marshall Mathers – gilt als einer der einflussreichsten Künstler in der Geschichte des Rap.
Amy Lemus / Imago
Eminems Ex-Mitarbeiter klaute unveröffentlichte Musik
(dpa) Ein ehemaliger Mitarbeiter des Rappers Eminem hat unveröffentlichte Musik des Künstlers gestohlen und im Internet verkauft. Der Beschuldigte habe mindestens zehn Audiodateien für insgesamt etwa 50 000 Dollar verkauft, teilte das amerikanische Justizministerium am Donnerstag (22.10.) mit. Der 48-Jährige bekannte sich laut den Angaben vor einem Gericht in Detroit der Urheberrechtsverletzung schuldig.
Der Mann soll von etwa 2007 bis 2021 für Eminem gearbeitet und Zugriff auf passwortgeschützte Festplatten mit Musik gehabt haben, die sich noch in der Entwicklung befand und noch nicht zur Veröffentlichung bestimmt war, hiess es in der Mitteilung. Die Dateien seien zwischen Juli und August 2024 verkauft worden, dann online und auf Streaming-Plattformen veröffentlicht und bis November 2025 mehr als acht Millionen Mal aufgerufen worden.
Mitarbeiter des Künstlers hatten das FBI im Januar 2025 kontaktiert, nachdem mehrere unveröffentlichte Songs des Rappers im Netz aufgetaucht waren, hiess es in der ursprünglichen Strafanzeige. Das FBI habe einige der Käufer kontaktieren können, die erklärt hätten, die Musik vom nun Beschuldigten gekauft zu haben.
Die Urteilsverkündung ist für den 27. Januar 2027 angesetzt. Dem Mann drohen laut dem Ministerium fünf Jahre Haft.
Source: Neue Zürcher Zeitung
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