Meldungen Kultur
Britischer Schauspieler Patrick Stewart ist gestorben
Die neuesten Meldungen aus dem Feuilleton.
29.10.2026, 21.14 Uhr
6 Leseminuten
AktualisiertPatrick Stewart wurde durch seine Rolle in der Science-Fiction-Serie «Star Trek» bekannt.
Richard Shotwell / AP
Schauspieler Patrick Stewart ist im Alter von 86 Jahren gestorben
wek. Der britische Schauspieler Patrick Stewart ist tot. Er starb am Mittwoch (28. 10.) in Los Angeles nach einer Alzheimer-Erkrankung und der Lewy-Körperchen-Demenz, wie seine Sprecherin Kelly Bush Novak mitteilte.
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Weltweit bekannt wurde Stewart als Captain Jean-Luc Picard in der Science-Fiction-Serie «Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert» sowie als Professor Charles Xavier in den «X-Men»-Filmen.
Der iranische Regisseur Jafar Panahi wurde zu einer weiteren Haftstrafe verurteilt.
Scott A Garfitt / AP
Fünf weitere Jahre Haft für iranischen Regisseur Panahi
(dpa) Der renommierte iranische Regisseur Jafar Panahi ist laut einem Bericht zu einer weiteren mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Ein Revolutionsgericht in der Hauptstadt Teheran habe ihn zu fünf Jahren und einem Monat Gefängnis verurteilt, berichtete die Zeitung «Emtedad» am Mittwoch (28. 10.) unter Berufung auf Panahis Anwalt Mostafa Nili. Ausserdem soll sein gesamtes Vermögen beschlagnahmt werden. Darüber hinaus sei eine zweijährige Ausreisesperre verhängt worden.
Der 66-jährige Panahi war Anfang April mitten im Krieg zurück in seine Heimat gereist. «Vergangene Woche teilte mein Mandant mit, dass seine Bankkonten gesperrt wurden», sagte Nili der Zeitung. Seine Nachforschungen bei der Justiz hatten aufgedeckt, dass Panahi in Abwesenheit verurteilt worden war.
Zuvor hatte die iranische Justiz den Starregisseur wegen «Propaganda gegen das System» bereits zu einem Jahr Haft verurteilt. Als zentralen Beweis führte ein Gericht seinen heimlich gedrehten Film «Ein einfacher Unfall» an. Das Werk gewann 2025 die Goldene Palme in Cannes und war zudem für die Golden Globes und die Oscars nominiert. Panahi gilt seit Jahren als prominenter Kritiker in Iran. Er war von Juli 2022 bis Februar 2023 inhaftiert.
Kurzmeldungen Feuilleton
Illustration Simon Tanner / NZZ / Neue Zürcher Zeitung
Niederlande boykottieren ESC 2027 wegen der Teilnahme Israels
(dpa) Die Niederlande werden auch im nächsten Jahr wegen der Teilnahme Israels dem Eurovision Song Contest (ESC) fernbleiben. Der öffentliche Rundfunkverband NPO zog seine zunächst erteilte Zusage zurück. Es gebe «unzureichende Unterstützung» bei den Sendern, teilte der Verband in Hilversum mit.
Noch im September hatte NPO entschieden, wieder an dem Wettbewerb teilzunehmen. Der niederländische Beitrag sollte ein Gemeinschaftsprojekt des öffentlichen Rundfunks werden. Doch der Widerstand bei den einzelnen Sendern war zu gross. Der nationale Nachrichtensender NOS wird aber die Halbfinals und das Finale ausstrahlen.
Im vergangenen Jahr hatten die Niederlande bereits den ESC in Wien wegen der Teilnahme Israels boykottiert. Im August hatte der verantwortliche Sender Avrotros erneut entschieden, sich wegen der Teilnahme von Israel nicht an dem Musikwettbewerb zu beteiligen.
Auch Irland hält am Boykott fest und wird im nächsten Jahr aus Protest gegen Israels Vorgehen im Gazastreifen nicht am ESC teilnehmen. Irland und die Niederlande gehörten zu den fünf Ländern, die bereits den vorigen Eurovision Song Contest in Wien boykottiert hatten. Der nächste ESC findet im Mai 2027 in Burgas an der bulgarischen
Rapper Jay-Z wird bei der Halbzeit-Show des nächsten Super Bowls auftreten.
Frank Franklin / AP
Der Rapper Jay-Z wird bei der nächsten Halbzeit-Show des Super Bowl auftreten
(dpa) Rapper Jay-Z wird im kommenden Februar bei der Halbzeit-Show des Super Bowl auftreten. Das teilten Apple Music, die National Football League und Roc Nation am Dienstag (27. 10.) mit. «Dreissig Jahre Musik, Arbeit und Kultur auf der grössten Bühne der Welt. Dieser Weg ist weiterhin wie ein wahr gewordener Traum», sagte der Musiker in einer Pressemitteilung.
Das Endspiel der Saison im American Football findet am 14. Februar 2027 im SoFi Stadium in Inglewood im amerikanischen Gliedstaat Kalifornien statt. Im vergangenen Frühjahr war Latin-Superstar Bad Bunny beim Super Bowl aufgetreten.
Der deutsche Autor Joachim Lottmann ist tot
(dpa) Der selbst ernannte Elder Statesman der Pop-Literatur, Schriftsteller Joachim Lottmann, ist tot. Er starb nach schwerer Krankheit am Sonntag im Alter von 70 Jahren, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Montag (26. 10.) aus dem persönlichen Umfeld des deutschen Autors erfuhr. Mehrere Medien hatten darüber berichtet.
Lottmann hatte seine Krebserkrankung öffentlich gemacht und mitgeteilt, dass er nicht mehr lange leben werde. Zuletzt lag der Autor in einem Wiener Hospiz. Seit Anfang 2026 dokumentierte Lottmann unter dem Titel «Langweiliges Tagebuch» seine Erkrankung im Internet, sein Hoffen und Bangen. «Sterben ist langweilig», schrieb er darin. «Man fährt mich zum Röntgen. Das Wasser ist noch immer in der Lunge. Ich kann nicht mehr atmen, nicht mehr denken. Nur noch schreiben.» In seinem letzten Tagebuch-Beitrag schrieb er am vergangenen Freitag mit Blick auf die medizinische Versorgung, eigentlich müsse es doch aufwärtsgehen. «Tut es aber nicht. Ich erwarte täglich das Aus. Tod durch Ersticken.»
Lottmann gilt vielen als Nestor der deutschen Pop-Literatur. 1956 in Hamburg geboren und anschliessend in Bayern aufgewachsen, ist er eher zu den älteren Vertretern der «Generation Golf» zu zählen. Mehr als ein Dutzend Bücher hat Lottmann geschrieben, teils gnadenlose, teils diffamierende Abrechnungen mit der Gesellschaft und dem Kulturbetrieb. Er scheute sich nicht, Namen zu nennen. Manch Freundschaft ging dabei zu Bruch. Der Autor mit Hang zur Selbstinszenierung nahm es dabei mit der Wahrheit nicht immer ganz genau. «Alles neu erfinden, alles umlügen, dass sich die Balken biegen, aber so verblüffend intim, dass es jeder glaubt», schrieb er.
Jüngst erschienen von Lottmann die Kurzgeschichte «Tesla» in der Anthologie «Liebe im Transit» (herausgegeben von Tex Rubinowitz) und in Buchform der wiederentdeckte Roman «Port Stanley ist gefallen».
Das Gemälde «Iris» im Musée Marmottan Monet in Paris.
Mohammed Badra / EPA
«Iris» von Claude Monets für 50 Millionen Euro versteigert
Das Gemälde «Iris» von Claude Monets ist für 50 Millionen Euro versteigert worden, wie Reuters vermeldet. Laut Sotheby’s ist es damit das teuerste jemals in Frankreich versteigerte Kunstwerk.
Nach einem rund einstündigen Bieterwettstreit erhielt ein asiatischer Sammler den Zuschlag. Der Schätzpreis hatte bei 22 bis 30 Millionen Euro gelegen. Den bisherigen Rekord hielt ein Werk von Amedeo Modigliani, das 2010 für 43,2 Millionen Euro verkauft worden war.
Tom Skerritt in einem Foto aus dem Jahr 2012.
Jordan Strauss / AP
Top-Gun-Star Tom Skerritt gestorben
(dpa) Der aus Filmen wie «Top Gun» und «Alien» bekannte Schauspieler Tom Skerrit ist tot. Er sei im Alter von 93 Jahren gestorben, berichteten mehrere amerikanische Medien unter Berufung auf seine Familie und sein Management. Skerritt war mehr als sechs Jahrzehnte in Film und Fernsehen präsent. Das Branchenportal «Variety» schrieb, er sei am Mittwoch (Ortszeit) eines natürlichen Todes gestorben.
Skerritt wurde 1933 in Detroit im amerikanischen Gliedstaat Michigan geboren und begann seine Schauspielkarriere in den Sechzigerjahren. In dem Science-Fiction-Klassiker «Alien» (1979) spielte er den Raumschiffkapitän Dallas, in «Top Gun» (1986) verkörperte er an der Seite von Tom Cruise Commander Mike «Viper» Metcalf. Für seine Rolle als Sheriff Jimmy Brock in der amerikanischen Fernsehserie «Picket Fences» gewann er 1993 einen Emmy als bester Hauptdarsteller einer Dramaserie. Eines seiner letzten Projekte war das 2021 erschienene Filmdrama «East of the Mountains».
Eminem – mit bürgerlichem Namen Marshall Mathers – gilt als einer der einflussreichsten Künstler in der Geschichte des Rap.
Amy Lemus / Imago
Eminems Ex-Mitarbeiter klaute unveröffentlichte Musik
(dpa) Ein ehemaliger Mitarbeiter des Rappers Eminem hat unveröffentlichte Musik des Künstlers gestohlen und im Internet verkauft. Der Beschuldigte habe mindestens zehn Audiodateien für insgesamt etwa 50 000 Dollar verkauft, teilte das amerikanische Justizministerium am Donnerstag (22.10.) mit. Der 48-Jährige bekannte sich laut den Angaben vor einem Gericht in Detroit der Urheberrechtsverletzung schuldig.
Der Mann soll von etwa 2007 bis 2021 für Eminem gearbeitet und Zugriff auf passwortgeschützte Festplatten mit Musik gehabt haben, die sich noch in der Entwicklung befand und noch nicht zur Veröffentlichung bestimmt war, hiess es in der Mitteilung. Die Dateien seien zwischen Juli und August 2024 verkauft worden, dann online und auf Streaming-Plattformen veröffentlicht und bis November 2025 mehr als acht Millionen Mal aufgerufen worden.
Mitarbeiter des Künstlers hatten das FBI im Januar 2025 kontaktiert, nachdem mehrere unveröffentlichte Songs des Rappers im Netz aufgetaucht waren, hiess es in der ursprünglichen Strafanzeige. Das FBI habe einige der Käufer kontaktieren können, die erklärt hätten, die Musik vom nun Beschuldigten gekauft zu haben.
Die Urteilsverkündung ist für den 27. Januar 2027 angesetzt. Dem Mann drohen laut dem Ministerium fünf Jahre Haft.
Source: Neue Zürcher Zeitung
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