Heute, 15:58
NZZ-Redaktion
Papst fordert Putin zu Waffenstillstand in Fronstadt der Ukraine auf
Papst Leo XIV. hat Russlands Präsident Wladimir Putin in einem Telefonat zu einem Waffenstillstand im Süden der Ukraine aufgefordert. Das Oberhaupt der katholischen Kirche habe seine «tiefe Besorgnis» über die humanitäre Lage in der abgeriegelten Frontstadt Oleschki in der Region Cherson zum Ausdruck gebracht, teilte der Vatikan mit.
Ein Waffenstillstand solle die «Lieferung von Lebensmitteln und medizinischer Hilfe sowie die freiwillige und sichere Evakuierung der Zivilbevölkerung» ermöglichen.
Heute, 10:37
NZZ-Redaktion
Toter und Verletzte bei russischen Angriffen in der Ukraine
Russland hat in der Nacht die westukrainische Region Wolhynien massiv mit Drohnen angegriffen. Mindestens eine Person kam laut Behördenangaben auf einem Firmengelände in der Siedlung Manewitschi ums Leben. Acht weitere seien verletzt worden, teilte Gebietsgouverneur Roman Romanjuk mit.
Er sprach von Schäden an ziviler und kritischer Infrastruktur. Am frühen Morgen waren laut seinen Angaben zunächst 370 000 Verbraucher ohne Strom, später seien es noch 270 000 gewesen. Bereits in der Nacht hatte Präsident Wolodimir Selenski von einem Angriff auf die Energieinfrastruktur und Stromausfällen in der Region berichtet.
Im südukrainischen Gebiet Odessa wurden laut Behördenangaben vier Personen bei russischen Angriffen verletzt. In Sumi im Norden des Landes wurde laut Angaben des regionalen Zivilschutzes am Morgen ein Einkaufszentrum von einer Drohne getroffen. Drei Personen seien dabei verletzt worden.
Heute, 08:35
NZZ-Redaktion
Drohnenangriffe auf Charkiw
Bei russischen Drohnenangriffen sind in der ostukrainischen Stadt Charkiw mindestens zwei Personen getötet worden. Ein Mann habe reanimiert werden können, teilt der Gouverneur des Gebiets auf Telegram mit. Sein Zustand sei kritisch. Insgesamt gebe es 14 Verletzte. Moskau habe laut den Angaben mehrere Stadtteile attackiert.
Heute, 02:23
NZZ-Redaktion
Trump teilt erneut gegen Selenski aus: «Kein guter Mann für uns zum Verhandeln»
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski ist aus Sicht des amerikanischen Präsidenten Donald Trump ein schwierigerer Verhandlungspartner als Russlands Staatschef Wladimir Putin. «Er ist kein guter Mann für uns zum Verhandeln», sagte Trump über Selenski im Gespräch mit dem amerikanischen Sender Newsmax. Er glaube, dass sowohl Selenski als auch Putin ein Ende des Krieges wollen. «Aber ich finde es schwieriger, mit Selenski zu verhandeln als mit Putin», sagte Trump. «Er will keine Übereinkunft. Er sagt, er möchte eine Übereinkunft, aber er will keine. Nein, ich bin kein grosser Fan von Selenski.»
Gestern, 20:51
NZZ-Redaktion
Menschen in Kiew und Umland nach russischem Angriff ohne Strom
Nach einem russischen Angriff sind Menschen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und ihrem Umland ohne Strom. Moskau habe ein Objekt der kritischen Energieinfrastruktur attackiert, teilte das ukrainische Energieministerium mit. In Teilen der Stadt und der Region Kiew seien Verbraucher in der Folge ohne Stromversorgung. Mit der Wiederherstellung werde begonnen, wenn die Sicherheitslage es zulasse. In der Hauptstadt, ihrem Umland und weiteren Regionen des Landes war Drohnenalarm ausgelöst worden.
Durch die Schäden an einer Energieanlage in der Region Kiew sei der Wasserdruck in mehreren Stadtteilen niedrig, schrieb Hauptstadtbürgermeister Witali Klitschko bei Telegram. Zudem seien Drohnentrümmer auf das Grundstück eines Privathauses gestürzt. Im Erdgeschoss des Hauses brach demnach ein Feuer aus.
Gestern, 14:09
NZZ-Redaktion
Drosselung von Satelliteninternet in der Ukraine wieder aufgehoben
Eine Drosselung des militärisch genutzten Satelliteninternets in der Ukraine ist laut Berichten nach etwas mehr als einem Tag wieder aufgehoben. Die Funktion des militärischen Pakets von Starlink - Starshield - bei schnellen Bewegungen sei wiederhergestellt, meldeten mehrere ukrainische Medien unter Berufung auf Quellen im Verteidigungsministerium. Die Behörde prüfe jedoch weiter die Umstände und Gründe für die am Mittwoch aufgetretene Beschränkung, hiess es. Eine offizielle Bestätigung stand noch aus.
Gestern, 12:26
NZZ-Redaktion
Nach Selenskis Äusserungen: Kritik aus dem Kreml, Unterstützung aus der EU
Die Ukraine will sich nicht mehr an die von Donald Trump verkündete Waffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen halten, wie Präsident Wolodimir Selenski der «Financial Times» sagte. Der russische Aussenminister Sergei Lawrow bezeichnet Selenskis Äusserungen nun als direkten und groben Affront gegenüber Trump. Aus dem Kreml hiess es, Kiew handle gegen die Friedensbestrebungen der USA.
Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas verteidigt hingegen die ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien. «Der Grossteil der russischen Kriegsfinanzierung stammt aus Öleinnahmen», sagte Kallas beim EU-Gipfel in Brüssel. Deshalb sei es der richtige Weg, Russland die Finanzierung des Krieges abzuschneiden. «Wir müssen Russland unter Druck setzen, damit es den Krieg beendet – und nicht die Ukraine, damit sie kapituliert», so Kallas. Selenski wird am Freitag als Gast beim EU-Gipfel in Brüssel erwartet.
Gestern, 09:30
NZZ-Redaktion
Raketen treffen mehrere russische Kampfjets
Die Ukraine will sechs russische Kampfflugzeuge des Typs Suchoi Su-34M auf einem Flugplatz in Westrussland beschädigt haben. Dabei seien «Neptun»-Marschflugkörper eingesetzt worden, teilte die ukrainische Marine in den sozialen Netzwerken mit.
Attackiert wurde laut den Angaben ein mehr als 340 Kilometer von ukrainisch kontrolliertem Gebiet entfernter Militärflugplatz im russischen Gebiet Woronesch.
In der Nacht kursierten in sozialen Netzwerken nicht überprüfbare Fotos von Bränden, die den Angriff belegen sollen. Russische Militärblogger bestätigten den Angriff samt Schäden.
Auf einem Flugplatz in Westrussland sollen mehrere russische Kampfjets beschädigt worden sein.
Pleiades © CNES 2026, DistributGestern, 09:00
NZZ-Redaktion
Drei Tote und sechs Verletzte bei russischen Drohnenangriffen
Infolge russischer Drohnenangriffe sind im zentralukrainischen Gebiet Kirowohrad mindestens drei Menschen getötet worden. Sechs Menschen seien verletzt worden, teilte der ukrainische Zivilschutz bei Telegram mit.
Laut den Angaben dauerten die Angriffe über zehn Stunden. Auch im benachbarten Poltawa sollen nach Angaben des staatlichen Energieunternehmens Naftogaz Gasförderanlagen von Drohnen angegriffen worden sein.
Gestern, 07:50
NZZ-Redaktion
Selenski will russische Ölraffinerien weiter angreifen
Der ukrainische Staatschef Wolodimir Selenski hat nach einem Bericht der «Financial Times» trotz der Kritik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump neue Angriffe auf russische Ölraffinerien angekündigt. Die Zurückhaltung sei vorbei, sagte Selenski im Interview mit der «FT». Laut dem Bericht äusserte Selenski auch seine Verärgerung über den «gefährlichen» Mangel an amerikanischen Geheimdienstdaten und die parallele Drosselung des Satelliteninternetdienstes Starlink, während Russland seine Angriffe auf die Ukraine intensiviere. «Wir werden einen Ausweg finden», sagte Selenski, ohne Details zu nennen. Auch andere westliche Geheimdienste liefern Kiew Daten.
Source: Neue Zürcher Zeitung · NZZ-Redaktion
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