Im ehemaligen NS-Teehaus am Obersalzberg ist ein Feuer ausgebrochen

Das Kehlsteinhaus liegt auf 1.834 Metern Höhe. Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig. Die Polizei hat eine verdächtige Person festgenommen.

24.10.2026, 06.10 Uhr

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Das Kehlsteinhaus, aufgenommen im September 2017

Das Kehlsteinhaus, aufgenommen im September 2017

Thomas Kujat

eca/(dpa) In Deutschland ist im Kehlsteinhaus am Obersalzberg in Berchtesgaden ein Feuer ausgebrochen. Die Löscharbeiten dauern an. Die Polizei ermittelt zur Brandursache. Eine verdächtige Person sei vorläufig festgenommen worden, teilte die Polizei in Oberbayern am frühen Samstagmorgen mit. Ob die festgenommene Person mit dem Brand in Zusammenhang steht, werde noch untersucht. Die Kriminalpolizei Traunstein habe die Ermittlungen übernommen.

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Von Verletzten geht die Polizei nicht aus. Nach bisherigen Erkenntnissen habe sich niemand im Kehlsteinhaus aufgehalten.

Die Löscharbeiten gestalten sich gemäss Polizei aufgrund der Lage des Gebäudes schwierig. Das Kehlsteinhaus liegt auf 1.834 Metern Höhe. Zudem könnten das nähere Umfeld der Gaststätte sowie das Gebäude selbst nur mir schwerer Atemschutzausstattung betreten werden. Die ersten Rettungskräfte seien dort um 21.52 Uhr eingetroffen und hatten einen Grossbrand festgestellt.

Das Kehlsteinhaus – auch Eagle's Nest (Adlernest) genannt – wurde zur NS-Zeit im Jahr 1938 fertiggestellt und befand sich in einem abgeriegelten und für die Öffentlichkeit gesperrten Wohn- und Regierungsareal der nationalsozialistischen Führung. Laut dem Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden sollte das damals sogenannte Teehaus als politischer Repräsentationsort abseits der Öffentlichkeit dienen. «Tatsächlich blieb die Bedeutung des Kehlsteinhauses gering.» Adolf Hitler habe dort Diplomaten oder andere ausländische Gäste empfangen. «Viel häufiger nutzte es die am Obersalzberg versammelte NS-Entourage zur Erholung und für private Feiern.»

Seit 1952 ist das Kehlsteinhaus eine Berggaststätte. Eine Ausstellung widmet sich dort der Geschichte des Gebäudes.

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Source: Neue Zürcher Zeitung

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