Beim jüngsten Cyberangriff auf europäische Infrastruktur in der Nacht auf Montag sind neben Detailhändlern auch die Kühlsysteme von drei regionalen Blutbanken in Frankreich beeinträchtigt worden.

04.11.2026, 15.42 Uhr

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In der Nacht von Sonntag auf Montag griffen Cyberkriminelle erneut europäische Infrastruktur an.

In der Nacht von Sonntag auf Montag griffen Cyberkriminelle erneut europäische Infrastruktur an.

Illustration Pauline Martinet / NZZ

ael. Das französische Gesundheitsministerium teilt mit, dass «mehrere regionale Einrichtungen des Französischen Blutspendedienstes (EFS) von einem Cybersicherheitsvorfall betroffen waren». Dieser habe bestimmte Überwachungs- und Steuerungssysteme der Kühllager beeinträchtigt.

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Die Blutversorgung sei nicht beeinträchtigt worden, sagte die Sprecherin des Französischen Blutspendedienstes (Établissement français du sang, EFS), Charley Dubois. «Wir haben rund um die Uhr Personal im Dienst, da Blut jederzeit benötigt werden kann. Die Mitarbeiter wurden durch Alarmmeldungen auf die Probleme aufmerksam gemacht und brachten das Blut in andere Kühlschränke, die nicht vernetzt waren», sagte sie.

Zur selben Zeit manipulierten Hacker Kühlanlagen in Geschäften in acht europäischen Ländern. Detailhändler mussten grosse Mengen an Lebensmitteln entsorgen. Der Angriff erinnert an einen Vorfall vor drei Wochen, von dem Dutzende von Supermärkten in Frankreich betroffen waren.

Abklärungen dauern an

Die Lage sei am Mittwoch unter Kontrolle gewesen, erklärte das Gesundheitsministerium. Der Fernzugriff auf die betroffenen Kühlgeräte sei deaktiviert worden. Die Abklärungen dazu, wie der Angriff ausgeführt wurde, welche Geräte betroffen sein könnten und wann die Systeme sicher wieder in Betrieb genommen werden können, dauern an.

Der Angriff folgte auf einen ähnlichen Vorfall in Frankreich im vergangenen Monat. Nach Angaben der Polizei hatten Hacker damals die Kontrolle über Kühlaggregate in Hunderten von Supermärkten übernommen und dadurch Brände sowie Lebensmittelverluste verursacht.

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Source: Neue Zürcher Zeitung

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