Graubünden Immer wieder Stau bei Landquart – wie weiter?
Das Astra prüft Massnahmen, wie der Stau bei Landquart auch langfristig reduziert werden kann.
25.10.2026, 17:17
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Geht es um Stau, ist der Anschluss an die A13 bei Landquart ein neuralgischer Punkt im Bündner Strassennetz. Das Bundesamt für Strassen (Astra) prüft nun neue Massnahmen zur Staureduktion. Aktuell wird das Verkehrsaufkommen mit Kameras gemessen, wie Astra-Sprecher Eugenio Sapia gegenüber dem Regionaljournal Graubünden erklärt. Gemessen wird beispielsweise, wie viele Fahrzeuge wann und wo genau passieren, wo es zu Staus kommt, wie lange diese dauern und ob sie andere Zufahrten blockieren.
Anhand dieser Daten werden nun Verkehrssimulationen durchgeführt, um zu prüfen, welche Massnahmen überhaupt sinnvoll sind – und dies langfristig. Das Ziel ist es, dass der Ausweichverkehr in den Dörfern abnehmen soll. Dazu hat das Astra bereits konkrete Massnahmen eingeleitet: Ab 2029 wird der Pannenstreifen bei Stau für Autofahrerinnen und Autofahrer geöffnet und das Tempo auf 80 Kilometer pro Stunde reduziert, um den Verkehr so flüssig wie möglich zu halten.
Dosierung als Möglichkeit?
Zudem wird eine Dosierampel geprüft. Bei der Zufahrt Richtung Zürich sollen Autos nur bei Bedarf abschnittsweise auf die A13 gelassen werden. Dies hätte zur Folge, dass die Autofahrerinnen und Autofahrer auf der Abfahrtsstrasse und den anderen Zufahrtsstrassen warten müssten. Ob genügend Platz vorhanden ist und welche Auswirkungen dies auf den Verkehr hätte, werden die erhobenen Daten zeigen.
Auch für die Anschlüsse La Punt/Reichenau und Bonaduz prüft das Astra eine solche Dosierung. Auf Anfrage des Regionaljournals schreibt der Kanton Graubünden, dass die Abklärungen durch das Astra begrüsst werden.
Neubau erst in 15 Jahren möglich
Dem Bundesamt ist bewusst, dass die Strategie, Autos auf der Autobahn zu halten, den Stau auf die Zufahrtstrassen verlagern könnte – man habe deshalb mit den lokalen Behörden zusammengearbeitet. Für den Landquarter Gemeindevorstand Andreas Thöny ist klar: Die Bevölkerung wünscht sich eine Gesamtlösung. Müsste man die Auffahrt Landquart komplett neu bauen, wäre eine lange Leidenszeit für die Autofahrerinnen und Autofahrer praktisch garantiert.
Ein solches Projekt wäre gemäss dem Astra erst in rund 15 Jahren realisierbar und müsste zunächst alle politischen und finanziellen Hürden überwinden. Laut Thöny würde die Bevölkerung eine Übergangszeit gerne in Kauf nehmen, wenn das Problem danach wirklich gelöst wäre. Ob es überhaupt eine Gesamtlösung für die Auffahrt Landquart gibt und welche Massnahmen das Astra langfristig umsetzen wird, ist noch nicht entschieden.
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Regionaljournal Graubünden, 16.10.2026, 17:30 Uhr; rama
Source: SRF · Giana Maria Cantieni / RTR
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