Gewinnausschüttung offen SNB erzielt nach 9 Monaten hohen Milliardengewinn
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- Die SNB erzielte von Januar bis September 2026 einen Gewinn von 44.2 Milliarden Franken.
- Haupttreiber waren starke Aktienmärkte und wechselkursbedingte Gewinne auf Fremdwährungsanlagen.
- Der Goldbestand trug im dritten Quartal nach einem schwachen Halbjahr wieder positiv zum Ergebnis bei.
- Ob Bund und Kantone eine Gewinnausschüttung erhalten, bleibt wegen unsicherer Märkte offen.
Massgeblich für das starke Ergebnis waren die Entwicklungen an den Finanzmärkten. Auf ihren Fremdwährungspositionen verbuchte die Nationalbank einen Gewinn von 43.3 Milliarden Franken. Allein wechselkursbedingte Gewinne steuerten 29.8 Milliarden bei. Auf den Aktienbeständen resultierte ein Plus von 23.7 Milliarden Franken.
Zusätzliche Erträge von netto 12.3 Milliarden Franken erzielte die SNB durch Zinsen und Dividenden. Demgegenüber standen Kursverluste von 22.6 Milliarden Franken auf den Anleihebeständen. Diese sind vor allem auf die weltweit gestiegenen Zinsen zurückzuführen.
Positiv entwickelte sich zuletzt auch der Goldbestand. Auf den unveränderten Goldreserven entstand ein Bewertungsgewinn von 1.2 Milliarden Franken. Zur Jahresmitte hatte hier noch ein Bewertungsverlust von mehr als sechs Milliarden Franken zu Buche gestanden. Das dritte Quartal brachte somit eine deutliche Erholung beim Goldpreis.
Abhängig von Gold-, Devisen- und Kapitalmärkten
Kaum ins Gewicht fiel dagegen das Ergebnis auf den Frankenpositionen. Dieses belief sich in den ersten neun Monaten lediglich auf 58 Millionen Franken. Es hängt vor allem mit der Umsetzung der Geldpolitik zusammen, etwa der Verzinsung der Sichtguthaben von Banken sowie liquiditätsabschöpfenden Massnahmen der Nationalbank.
Die SNB weist allerdings darauf hin, dass ihr Ergebnis stark von den Entwicklungen an den Gold-, Devisen- und Kapitalmärkten abhängt. Entsprechend sind grosse Schwankungen möglich, und das Neunmonatsergebnis lässt nur bedingt Rückschlüsse auf das Jahresergebnis zu.
Ob Bund und Kantone von einer Gewinnausschüttung profitieren können, ist deshalb weiterhin offen. Der Oktober dürfte laut Marktbeobachtern deutlich schwieriger ausgefallen sein als die vorangegangenen Monate. Der Franken hat zuletzt als sicherer Hafen wieder zugelegt, während die Aktienmärkte, insbesondere Technologiewerte, an Schwung verloren haben. Gemäss der jüngst erneuerten Vereinbarung zwischen Finanzdepartement und Nationalbank wären Ausschüttungen von bis zu sechs Milliarden Franken möglich. Für das Jahr 2025 waren insgesamt vier Milliarden Franken ausgeschüttet worden.
SRF 4 News, 30.10.2026, 9 Uhr ; sda/koua;barj
Source: SRF · 30.10.2026, 08:59
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