Evolution ist langsam – und bringt trotzdem immer wieder erstaunliche Lösungen hervor. Dieses Prinzip machen sich Forschende ganz unterschiedlicher Fachrichtungen zunutze: Ein Algorithmus simuliert die Evolution am Computer, nur viel schneller. Er startet mit zufälligen Varianten, behält die besten, kreuzt und verändert sie leicht. So tastet er sich Generation für Generation an gute Lösungen heran.
In diesem Fall liessen die Forschenden digitale Kunstfalter 20 Generationen lang entstehen – mit möglichst starker Bewegungsverwirrung als Ziel. Der Computer erzeugt zufällige Flügelmuster, lässt die Schmetterlinge virtuell flattern und misst, wie stark sie ein Bewegungsmodell verwirren. Die Verwirrendsten werden gekreuzt und leicht verändert, Generation für Generation. Ob die Natur denselben Weg ging, zeigt die Simulation allerdings nicht.
Source: SRF · 28.10.2026, 10:59
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