DFB-Pokal: Hertha BSC tut sich lange schwer gegen Dorfklub – Freiburg gewinnt gegen Wolfsburg mit spätem Siegtor
So verliefen die vier Spiele des DFB-Pokals am Mittwochabend.
28.10.2026, 20.34 Uhr
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Das Spiel zwischen dem SC Freiburg und dem VfL Wolfsburg verlief dramatisch und wurde erst kurz vor dem Ende entschieden.
Imago / Grant Hubbs / Imago
(dpa) Hertha BSC ist in seinem Spiel am Mittwochabend mit etwas Mühe ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der Zweitliga-Spitzenreiter setzte sich gegen den Regionalligisten SSV Jeddeloh II in Oldenburg mit 2:0 (0:0) durch. Josip Brekalo (57. Minute) und Julian Eitschberger (63.) trafen für die Berliner, die gegen den krassen Aussenseiter aus Niedersachsen lange Probleme hatten. Damit darf Hertha weiter vom Finale im heimischen Olympiastadion träumen. Das Achtelfinale wird am 1. und 2. Dezember ausgetragen.
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Der Dorfverein Jeddeloh II (1.300 Einwohner) war nach dem klaren 5:2 in der ersten Runde gegen Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim auch im ungleichen Duell mit dem Hauptstadtklub vor 10 000 Zuschauern lange ein mehr als unbequemer Gegner. Der Klub aus dem Ammerland sicherte sich mit dem erstmaligen Einzug in die zweite Runde insgesamt rund 685 000 Euro an Prämien.
Das Team des Trainers Stefan Leitl hatte mit dem abstiegsbedrohten Klub aus der Regionalliga Nord lange Zeit überraschend Probleme. Der Zweitligist hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, die besseren Gelegenheiten erspielten sich zunächst die Gastgeber. Kamer Krasniqi (17.) vergab die beste Chance für Jeddeloh II.
Erst allmählich wurde Hertha gefährlicher. Mads Petersen (26.) traf den Aussenpfosten. Einen Kopfball von Linus Gechter (38.) klärte die Jeddeloh-Defensive kurz vor der Torlinie. Farid Alfa-Ruprecht (43.) scheiterte frei stehend am Pfosten, Sebastian Grönning vergab den Nachschuss aus bester Position. Erst in der zweiten Halbzeit brachten Josip Brekalo (57. Minute) und Julian Eitschberger den Ball schliesslich für Hertha ins Tor.
SC Freiburg gewinnt 5-Tore-Krimi gegen Wolfsburg
Mit einem späten Siegtor hat auch der SC Freiburg das DFB-Pokal-Achtelfinale erreicht. Der Fussball-Bundesligist bezwang den VfL Wolfsburg in einer hitzigen Partie knapp mit 3:2 (1:2). Igor Matanovic (6. Minute) und Keisuke Goto (75./90.+2) brachten die Breisgauer mit ihren Toren eine Runde weiter. Kento Shiogai (8./43.) hatte vor 32.000 Zuschauern für den Zweitligisten getroffen.
Die Partie begann bereits furios, nicht nur wegen der imposanten «SCF»-Choreo der Freiburger Anhänger: Eine Flanke vom Kapitän Christian Günter verwertete Matanovic per Kopf zur frühen Führung in der sechsten Spielminute für die Gastgeber. Wolfsburgs Cleiton hatte den 1,95 Meter grossen Stürmer nicht eng genug bewacht.
Die Torhymne war kaum verklungen, da bissen die Wölfe zurück. Der in Karlsruhe aufgewachsene VfL-Torwart Timon Wellenreuther schlug den Ball weit in die Freiburger Hälfte, wovon zumindest SC-Abwehrspieler Max Rosenfelder überrumpelt war. Shiogai reagierte besser und traf aus fünfzehn Metern mit viel Wucht flach zum Ausgleich.
Die Partie blieb hektisch – mit vielen Fouls, Zweikämpfen, Nickeligkeiten. Günter schoss ein Tor, das wegen Abseits zu Recht keine Anerkennung fand. Im Stadion waren die Fans irritiert, weil die Torhymne trotzdem lief und auf der Anzeigentafel das 2:2 eingeblendet wurde. Als dann schon alles auf eine Verlängerung hindeutete, schlief die Wolfsburger Defensive kollektiv. Der eingewechselte Philipp Lienhart schickte einen Ball weit nach vorn, und Goto lupfte über den nicht gut aussehenden Wellenreuther zum Sieg für Freiburg ins Netz.
FC Schalke verliert gegen Dynamo Dresden
Der FC Schalke 04 ist im DFB-Pokal ein weiteres Mal in Dresden gescheitert. Wie vor zwölf Jahren unterlag Schalke frühzeitig im Wettbewerb gegen Dynamo Dresden, diesmal in der zweiten Hauptrunde. Die Sachsen setzten sich mit 2:0 (0:0) durch und stehen dank Toren von Patrice Covic (54. Minute) und Christoph Daferner (88.) im Achtelfinale des DFB-Pokals.
Für den Klub vom Trainer Miron Muslic war es im sechsten Jahr hintereinander das Pokalaus in der zweiten Runde. Insgesamt fünfmal hat der Bundesliga-Aufsteiger den Pokal bereits gewonnen.
Deniz Undav schiesst den VfB Stuttgart zum Sieg
Der VfB Stuttgart hat den nächsten Tiefschlag nur mit sehr viel Mühe abwenden können. Die Schwaben erkämpften sich in der zweiten Runde des DFB-Pokals ein glanzloses 1:0 (0:0) beim lange dezimierten Erstliga-Aufsteiger SC Paderborn und können damit weiter auf die dritte erfolgreiche Pokalsaison in Serie hoffen. 2025 holte der VfB den Titel, in der vergangenen Saison verlor er erst im Finale gegen Bayern München.
Vor 14.846 Zuschauern in der Paderborner Home Deluxe Arena erzielte Deniz Undav in der 90. Minute den Siegtreffer für die Stuttgarter, die in der Liga als Tabellen-15. den Erwartungen meilenweit hinterherhinken, gegen zehn Paderborner. Die Ostwestfalen spielten seit der 37. Minute in Unterzahl. Laurin Curda hatte die Rote Karte wegen groben Foulspiels gesehen. In der Champions League und im DFB-Pokal sind die Stuttgarter nun auf Kurs.
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Source: Neue Zürcher Zeitung
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