Der Internationale Sportgerichtshof hebt Sperre gegen russische Eishockeyteams auf

Seit dem verlorenen Olympia-Finale 2022 durften die russischen Eishockeyspieler international nicht mehr antreten. Jetzt ist die Tür für die Rückkehr offen. Willkommen sind sie aber nicht.

30.10.2026, 11.45 Uhr

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Die russische Eishockey-Nationalmannschaft feiert ein Goal gegen Schweden an einem Spiel im Mai 2021.

Die russische Eishockey-Nationalmannschaft feiert ein Goal gegen Schweden an einem Spiel im Mai 2021.

Reuters

(dpa) Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den Russen den Weg für die Rückkehr auf die grosse Eishockey-Bühne geebnet. Nach einer Entscheidung des Schiedsgerichts dürfen russische Eishockeymannschaften wieder an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Damit wären die Männer bei der Weltmeisterschaft im Mai 2027 in Deutschland spielberechtigt.

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Das Schiedsgericht gab einer Berufung des Russischen Eishockeyverbandes gegen den Weltverband IIHF statt und hob dessen Entscheidung, russische Teams auch in der Saison 2026/27 nicht zuzulassen, mit sofortiger Wirkung auf. Demnach könnte Russland auch an der Frauen-WM im November 2027 in Kanada sowie an Junioren- und U-18-Weltmeisterschaften teilnehmen.

Seit Ende Februar 2022 ist Russland aufgrund des Angriffskrieges gegen die Ukraine vom Weltverband von allen internationalen Turnieren und Weltmeisterschaften ausgeschlossen.

«Wir lehnen Rückkehr ab»

Die IIHF hatte im Januar entschieden, russische Teams wegen Sicherheitsbedenken auch in der kommenden Saison auszuschliessen. Doch der CAS sah in seinem einstimmigen Urteil die vom Weltverband angeführten Sicherheitsbedenken als nicht ausreichend belegt an. Nur nachweislich begründete Sicherheitsrisiken könnten nach den geltenden Verbandsregeln einen Ausschluss von Athleten aufgrund ihrer Nationalität rechtfertigen.

«Unsere Position ist unverändert: Wir lehnen die Rückkehr russischer Nationalmannschaften zu internationalen Eishockeyturnieren ab», sagte Frank H. Lutz, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Auch der Weltverband IIHF war mit der Urteilsbegründung nicht einverstanden, man werde das Urteil aber akzeptieren.

Urteil hat erhebliche Folgen

Das Urteil verändere die Ausgangslage für die Heim-WM grundlegend, so Lutz. Eine Zulassung Russlands zu den Welttitelkämpfen, an denen auch die Ukraine teilnimmt, habe erhebliche sicherheitsrelevante, politische und wirtschaftliche Folgen.

Wie genau die Rückkehr der Russen abläuft, muss der Weltverband nun in Abstimmung mit den jeweiligen nationalen Mitgliedsverbänden erörtern.

Fraglich bleibt, ob die Russen in die betreffenden Länder einreisen dürfen oder ob ihnen die Visa verweigert werden. Die Frauen- und Junioren-WM finden in Kanada statt. Die U-18-WM der Frauen richtet Tschechien aus, die U-18-WM findet in den USA statt.

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Source: Neue Zürcher Zeitung

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