Der andere Blick
Die Gewaltexzesse in deutschen Städten sind ein Angriff auf die westliche Gesellschaft
Der liberale Rechtsstaat allein kann die Attacken der linksextremen und der migrantischen Antikapitalisten gegen die bürgerliche Gesellschaftsordnung nicht abwehren. Er braucht die Unterstützung durch die Politik und vor allem durch das Bürgertum.
01.11.2026, 19.01 Uhr
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Auch ein Waffengeschäft wird das Opfer von Randalierern und Plünderern in Frankfurt.
Andreas Arnold / DPA
Brennende Mülltonnen, geplünderte Geschäfte und verletzte Polizisten – die Demonstrationen der Gen Z, die am Samstagnachmittag friedlich begonnen hatten, endeten in der Nacht zum Sonntag so, wie Kritiker es befürchtet hatten: in einer Orgie der Gewalt. Im Schutz der Dunkelheit liess ein gewaltbereiter Mob, der die Schülerproteste gekapert hatte, seiner blinden Zerstörungswut freien Lauf. Besonders heftig wütete er in Frankfurt am Main. Aber auch in anderen deutschen Grossstädten wie Berlin, Köln und Stuttgart kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen.
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Dass deren Ausmass (noch) nicht das Niveau der Gewaltexzesse in Frankreich erreicht hat, die den Randalierern offenbar als Vorbild dienten, ist in erster Linie der professionellen Reaktion der deutschen Polizei zu verdanken. Doch das kann kein Trost und schon gar kein Grund sein, zur Tagesordnung überzugehen. Denn was sich da in den deutschen Grossstädten abspielte, war keine von jugendlichem Übermut getragene plötzliche Entladung eines Testosteronüberschusses. Vielmehr handelte es sich um von langer Hand geplante Attacken gegen die westliche Gesellschaftsordnung.
Getragen wurden die Gewaltexzesse von «linken Gruppen und Chaoten aus dem migrantischen Milieu», wie der Bundesinnenminister Alexander Dobrindt freimütig bekannte. Damit adressierte er die beiden grössten Herausforderungen, denen sich die deutsche Gesellschaft jenseits des voranschreitenden Niedergangs ihrer wirtschaftlichen Leistungskraft gegenübersieht: die migrantischen Parallelgesellschaften und der linke Antikapitalismus. Beide haben sich im Kampf gegen die westliche Gesellschaft verbrüdert, beide eint der Hass auf die christlich-abendländische Tradition des Westens und die kapitalistische Wirtschaftsordnung.
Missratene Kinder der 68er-Bewegung
Die Linksextremisten sind die missratenen Kinder und Enkel der 68er-Bewegung. Die antikapitalistische Mentalität wurde ihnen quasi mit der Muttermilch verabreicht: in der Schule, in den Universitäten, den Kirchen und den Medien, in denen die 68er nach dem erfolgreichen Marsch durch die Institutionen seit Jahrzehnten die Deutungshoheit besitzen.
Der Hass der gewaltbereiten Migranten gegen das westliche System, das ihnen gerade in Deutschland eine generöse Existenzsicherung auch ohne eigene Anstrengung bietet, speist sich aus dem Amalgam eines religiösen Dominanzstrebens, eines vormodernen Gesellschaftsbildes sowie eines durch sprachliche und qualifikatorische Defizite begründeten Unvermögens, auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuss zu fassen.
Nichts verdeutlicht den Hass auf die westlich-kapitalistische Gesellschaft mehr als die rasende Gewalt gegen das Privateigentum, deren Auswirkung sich in den zertrümmerten Scheiben und geplünderten Geschäften besichtigen lässt. Denn das Privateigentum ist das konstituierende Element der kapitalistischen Wirtschaftsordnung. Wer es zerstört, bringt den Kapitalismus zu Fall.
Der liberale Rechtsstaat ist überfordert
Auf den Strassen von Frankfurt, Stuttgart und Köln hat sich dieses Vernichtungsstreben in Form physischer Gewalt artikuliert. In den Fraktionssälen des Berliner Abgeordnetenhauses werden die Attacken gegen das Privateigentum in diesen Wochen auf subtilere, aber keineswegs weniger gefährliche Weise vorbereitet. Dort strebt die Partei Die Linke, die durch Verbindungen sowohl ins linksextremistische als auch ins migrantische Milieu der organisierten Kriminalität von sich reden macht, eine Koalitionsregierung mit der SPD und den Grünen an. Eines ihrer Hauptanliegen: die Enteignung grosser privater Wohnungsgesellschaften.
Gegen die Gewaltexzesse auf den Strassen ist der liberale Rechtsstaat nicht wehrlos. Er verfügt über die nötigen Gesetze, die es in aller Konsequenz und Härte gegen die Randalierer und Plünderer durchzusetzen gilt. Die Frage ist nur: Reicht das?
In vielen deutschen Städten haben sich migrantische Parallelgesellschaften entwickelt, die auf den deutschen Rechtsstaat pfeifen und sich auch durch Strafen nicht abschrecken lassen. Zumal sie durch den anhaltenden Zustrom von Migranten weiteren Nachschub erhalten. Wer als Einwanderer erst einmal die von den deutschen Behörden leichthändig und ohne den Nachweis von echten Integrationserfolgen verteilte deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, kann auch als Straftäter nicht mehr abgeschoben werden.
Kampf um die besseren Ideen
Der allein auf der Wirkmächtigkeit seiner Paragrafen gründende liberale Rechtsstaat muss daher durch die Politik und die Bürger unterstützt werden, wenn die westliche Gesellschaft dem Ansturm ihrer Feinde standhalten soll. Zwei Dinge sind erforderlich. Erstens muss die Politik die ungesteuerte Migration sofort beenden. Einwanderung kann es in einer liberalen Gesellschaft nur auf Einladung geben, nachzuweisen ist diese durch einen Arbeitsvertrag mit einem deutschen Unternehmen.
Zweitens muss das Bürgertum den Kulturkampf gegen den linken Antikapitalismus aufnehmen. Dieser beginnt bereits in den Schulen, in denen Unternehmertum und Kapitalismus häufig als perfide Form der Ausbeutung gebrandmarkt werden. Für den Kampf gegen den Antikapitalismus braucht es einen langen Atem. Denn er muss auf Aufklärung und den Wert der besseren Ideen setzen. Doch es lohnt sich, ihn zu führen. Denn es sind der Kapitalismus, die bürgerlichen Werte und die Idee der Freiheit, die den Wohlstand des Westens begründen. Es lohnt sich, dafür zu kämpfen.
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Source: Neue Zürcher Zeitung · Malte Fischer
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