Teilen
- Die Zürcher SVP-Regierungsrätin Natalie Rickli verzichtet auf die Bundesratskandidatur.
- Die Winterthurerin möchte bei den Regierungsratswahlen im April 2027 wieder antreten.
«Der Kanton Zürich als grösster Kanton braucht eine stabile Regierung in diesen herausfordernden Zeiten», schrieb die bald 50-Jährige auf ihrem Instagram-Account. Denn bei den Regierungsratswahlen treten nur drei von sieben Regierungsräten wieder an.
«Ich will meine Verantwortung im Kanton Zürich wahrnehmen», schrieb sie weiter. Das Amt übe sie sehr gerne aus. Sie wolle sich weiterhin mit Motivation und Engagement für die Zürcher Bevölkerung einsetzen, so Rickli.
Aus diesen Gründen habe sie sich entschieden, ihre Arbeit im Regierungsrat fortzusetzen. Sie verzichtet auf eine Kandidatur für den Bundesrat, auch wenn sie eine Zürcher Vertretung im Bundesrat als gerechtfertigt und wichtig erachte.
Rickli wurde als mögliche Nachfolge von Bundespräsident Guy Parmelin genannt. Dieser hatte nach elf Jahren im Bundesrat Anfang Oktober seinen Rücktritt bekannt gegeben. Er will «in unsicheren Zeiten frischen Kräften Platz machen».
Bekannte SVP-Politikerin
Rickli ist seit Mai 2019 Zürcher Regierungsrätin und Vorsteherin der Gesundheitsdirektion. Im Frühling hatte sie bekannt gegeben, dass sie bei den Regierungsratswahlen im kommenden Frühling antrete und nicht für eine Ständeratskandidatur zur Verfügung stehe.
Sie ist eine der bekanntesten SVP-Politikerinnen des Landes. Die ehemalige Nationalrätin bringt jahrelange Parlaments- und Exekutiverfahrung mit. Während der Covid-19-Pandemie hatte sie sich aber nicht nur Freunde in der eigenen Partei gemacht.
Nach der Absage von Natalie Rickli bleibt die Genfer Nationalrätin Céline Amaudruz weiterhin im Gespräch als Nachfolge für Guy Parmelin. Viele sehen die Zeit gekommen für eine erste Bundesrätin von der SVP. Aus dem Kanton Zürich brachte sich Nationalrat Thomas Matter ins Spiel.
Der Schwyzer SVP-Regierungsrat André Rüegsegger verzichtet auf eine Bundesratskandidatur.
Der 50-jährige Schwyzer Baudirektor nennt in einer Mitteilung der SVP Schwyz persönliche und berufliche Gründe für seinen Entscheid.
Auf Anregung seiner Kantonalpartei hatte sich der Politiker aus Brunnen SZ in den vergangenen Wochen mit einer möglichen Kandidatur befasst.
Das sind mögliche Bundesratskandidatinnen und -kandidaten
Anfang Bildergalerie
-
Bild 1 von 8. Marco Chiesa. Der Tessiner Ständerat Marco Chiesa ist von der Kantonalpartei offiziell vorgeschlagen worden. Sein Trumpf sei seine Tessiner Herkunft, obwohl der Kanton mit Ignazio Cassis (FDP) bereits in der Regierung vertreten sei. Man müsse aber «an eine mittelfristige Vertretung» im Bundesrat denken. Bildquelle: KEYSTONE / Peter Schneider.
-
Bild 2 von 8. Pierre Alain Schnegg. Der Berner Regierungspräsident Pierre Alain Schnegg steigt ins Rennen um die Nachfolge von Guy Parmelin, wie die SVP Kantonalpartei Bern bekannt gab. Bildquelle: KEYSTONE / Anthony Anex.
-
Bild 3 von 8. Rémy Wyssmann. Rémy Wyssmann, Solothurner Parteipräsident und Nationalrat, will Bundesrat werden. Die Kandidatur des Anwalts und Dozents gilt eher als überraschend. Bildquelle: KEYSTONE / Peter Schneider.
-
Bild 4 von 8. Céline Amaudruz. Céline Amaudruz ist SVP‑Nationalrätin aus Genf und Mitglied im nationalen Parteivorstand. Sie hat ihre Bereitschaft für eine Kandidatur offiziell bekanntgegeben: Amaudruz gilt als chancenreichste Kandidatin aus der Romandie. Bildquelle: KEYSTONE / Urs Flüeler.
-
Bild 5 von 8. Thomas Aeschi. Thomas Aeschi, Zuger Nationalrat und SVP‑Fraktionspräsident. Er gehört seit Jahren zu den aussichtsreichsten Kandidaten, auch wenn seine Chancen durch die Wahl des ebenfalls aus Zug stammenden Martin Pfister (Mitte) gesunken sein dürften. Bildquelle: KEYSTONE / Peter Schneider.
-
Bild 6 von 8. Thomas Matter. Thomas Matter, SVP-Nationalrat, Parteivizepräsident und Verwaltungsratspräsident der Helvetischen Bank prüft eine Kandidatur für den Bundesrat, wie er dem «Sonntagsblick» gesagt hat. Bildquelle: Keystone.
-
Bild 7 von 8. Franz Ruppen. Nachdem er von Esther Friedli (SG) vorgeschlagen wurde, überlegt sich auch der Walliser SVP-Staatsrat Franz Ruppen eine Kandidatur. Seinen Entscheid will Ruppen bis Ende nächster Woche bekanntgeben. Bildquelle: KEYSTONE / Cyril Zingaro.
-
Bild 8 von 8. Benjamin Giezendanner. SVP-Nationalrat Benjamin Giezendanner (AG) schliesst laut der «Sonntagszeitung» eine Kandidatur nicht aus. Giezendanner würde sich eine Kandidatur überlegen, falls die Partei auf ihn zukomme, sagte auf Anfrage der Zeitung. Bildquelle: KEYSTONE / Alessandro della Valle.
Ende der Bildergalerie
Zurück zum Anfang der Bildergalerie.
Diese Kandidaten haben bereits abgesagt
Anfang Bildergalerie
-
Bild 1 von 14. Franz Grüter. Franz Grüter, SVP-Nationalrat, Unternehmer und Mitglied im SVP‑Parteivorstand. Er habe zusammen mit seiner Familie entschieden, nicht für den Bundesrat zu kandidieren, begründete Grüter seine Absage. Bildquelle: Keystone/Georgios Kefalas.
-
Bild 2 von 14. Mike Egger. Mike Egger, St. Galler SVP-Nationalrat, kandidiert nicht für den Bundesrat. Stattdessen könne er sich eine Kandidatur für die St. Galler Regierung bei den Wahlen 2028 vorstellen, wie er gegenüber dem Ostschweizer Fernsehsender TVO sagte. Bildquelle: KEYSTONE/Anthony Anex.
-
Bild 3 von 14. Esther Friedli. Esther Friedli, St. Galler Ständerätin. Seit ihrer Wahl in den Ständerat wird sie regelmässig als Bundesratskandidatin gehandelt. Sie steht aber dieses Mal als Kandidatin nicht zur Verfügung, wie sie am 9. Oktober dem Portal Toggenburg 24 bekannt gab. Bildquelle: KEYSTONE/ Alessandro della Valle.
-
Bild 4 von 14. Magdalena Martullo-Blocher. Magdalena Martullo-Blocher, Nationalrätin Graubünden, wird selten als ernsthafte Nachfolgerin genannt. In einer Vereinigten Bundesversammlung müsste sie Stimmen weit über die SVP hinaus gewinnen. Viele Parlamentarier von Mitte, SP, Grünen und GLP würden ihre Wahl wohl ablehnen. In der «Arena» hat sie zudem gesagt, sie werde nicht kandidieren. Bildquelle: KEYSTONE / Andreas Becker.
-
Bild 5 von 14. Christian Imark. Der Solothurner SVP-Nationalrat Christian Imark will ebenfalls nicht Nachfolger von Guy Parmelin werden. Imark begründet den Verzicht mit seiner familiären Situation. Bildquelle: Keystone / Christian Beutler.
-
Bild 6 von 14. Nicolas Kolly. NIcolas Kolly, SVP-Nationalrat, kandidiert nicht für den Bundesrat. Er strebt stattdessen einen Sitz im Ständerat an. Bildquelle: KEYSTONE/Alessandro della Valle.
-
Bild 7 von 14. Marcel Dettling. Marcel Dettling, seit 2024 SVP‑Parteipräsident. Seine Stärken liegen vor allem innerhalb der SVP, seine Schwächen eher bei der Wählbarkeit im Parlament. Er sagte allerdings bereits zur «Aargauer Zeitung», dass er nicht für Parmelins Nachfolge kandidieren und sich stattdessen auf die Führung seiner Partei fokussieren will. Bildquelle: KEYSTONE / Urs Flüeler.
-
Bild 8 von 14. André Rüegsegger. Der Schwyzer SVP-Regierungsrat André Rüegsegger verzichtet auf eine Bundesratskandidatur. Auf Anregung seiner Kantonalpartei hatte sich der Politiker aus Brunnen SZ mit einer möglichen Kandidatur befasst. Bildquelle: Keystone / Urs Flüeler.
-
Bild 9 von 14. Pascal Schmid. Pascal Schmid, Thurgauer Nationalrat. Asylspezialist der SVP. Er wird in Teilen der Partei inzwischen als eine Art «Kronprinz» gehandelt und taucht in neueren Spekulationen zunehmend auf. Bildquelle: KEYSTONE / Alessandro della Valle.
-
Bild 10 von 14. Pierre-André Page. Auch Pierre-André Page, Freiburger SVP-Nationalrat und amtierender Nationalratspräsident, verzichtet auf eine Bundesratskandidatur. Bildquelle: KEYSTONE/Anthony Anex.
-
Bild 11 von 14. Sylvain Freymond. Sylvain Freymond, SVP-Nationalrat und Präsident der SVP Waadt, verzichtet auf eine Kandidatur. Er konzentriere sich lieber auf die kantonalen Wahlen, die 2027 stattfinden. Bildquelle: KEYSTONE/Cyril Zingaro.
-
Bild 12 von 14. Yvan Pahud. Yvan Pahud, Waadtländer Nationalrat, verzichtet auf eine Kandidatur. Obwohl er an dem Amt interessiert sei, sei dies «nicht der richtige Zeitpunkt», sagte der Gemeindepräsident von Sainte-Croix. Bildquelle: KEYSTONE/Peter Schneider.
-
Bild 13 von 14. Natalie Rickli. Natalie Rickli, Zürcher Regierungsrätin, ehemalige Nationalrätin. Sie galt seit Jahren als bundesratsfähig. Über Instagram teilte sie jedoch mit, auf eine Bundesratskandidatur zu verzichten, um ihre Arbeit im Regierungsrat fortzusetzen. Bildquelle: KEYSTONE / Ennio Leanza.
-
Bild 14 von 14. Gregor Rutz. Der Zürcher SVP-Nationalrat Gregor Rutz wird nicht kandidieren. Einen Wechsel in die Landesregierung hatte der Präsident des Schweizerischen Hauseigentümerverbands im Gespräch mit CH Media bereits frühzeitig ausgeschlossen. Bildquelle: KEYSTONE / Christian Beutler.
Ende der Bildergalerie
Zurück zum Anfang der Bildergalerie.
Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 18.10.2026, 17.30 Uhr ; sda/spic;geta
Source: SRF · 19.10.2026, 13:16
At a glance
- Topic
- World
- Country
- 🇨🇭 CH
- Publisher language
- DE
- Added to Allnira