Dutzende Tote

Zugunglück in Spanien: Ein technisches Problem und schweres menschliches Versagen

Das automatische Steuersystem eines Teiles der Strecke war ausgefallen – dennoch wurde "Normalbetrieb" angewiesen. Die Zahl der Toten stieg auf 69

AFP/OSCAR DEL POZO

Am Tag nach dem schweren Zugunglück in Spanien waren Bergungsarbeiten der beschädigten Waggons noch im Gange.

Erste Ermittlungsergebnisse zeigen: Alles begann mit einem technischen Fehler und endete nach einer Reihe menschlicher Fehlentscheidungen mit dem schwersten Zugunglück, das Spanien in den vergangenen Jahren erlebt hat. Nach Befragungen durch die Guardia Civil und die Kommission für die Untersuchung von Eisenbahnunfällen (CIAF) zeichnet sich folgender Unfallhergang ab: Am Mittwoch um 8.30 Uhr fielen mehrere Computer, und damit das automatische Steuersystem eines Teiles der Strecke von Madrid ins südspanische Sevilla, aus. Sechs Züge wurden automatisch gestoppt. Die Leitzentrale in Madrid übernahm per Funk – und versagte dabei.

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Source: Der Standard

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